Hochstätt/Schechen – Die Theatergruppe des Trachtenvereins Hochstätt inszeniert das Volksstück „Da Baderkriag“. Dieser von Markus Scheble und Martin Gasteiger geschaffene bäuerliche Klassiker beschreibt die heitere und zugleich spannende Szenerie um einen äußerst umtriebigen und für alle möglichen Fälle gefragten Dorfbader. Diese Hauptrolle verkörpert das Theatertalent Martin Posch, dem Konkurrenz durch einen studierten Mediziner ins Haus steht.
Beim Dorfwirt hat der Bader neben der Gaststube seinen Behandlungsraum eingerichtet. Dem gewitzten Wirt, gespielt von Georg Posch, kam dies nicht ungelegen, nutzen die wartenden Patienten doch die Gelegenheit, derweil in der Gaststube einzukehren, wo sich die Bedienung Burgl (Katharina Schildhauer) um deren leibliches Wohl kümmert.
Doch diese Harmonie sollte nicht lange währen, denn der Wirtssohn Toni (Ludwig Baul), seines Zeichens Medizinstudent, soll nach Abschluss seines Studiums und dem Willen seines Vaters zufolge zu Hause eine Arztpraxis einrichten und schlussendlich dem alten Bader seinen Lebensunterhalt streitig machen.
Dies führt unausweichlich zum „Baderkrieg“, und bevor er dem jungen, angehenden Arzt sein Refugium kampflos überlässt, stellt ihn der Bader ganz hinterlistig auf die Probe und überlässt ihm vordergründig die Behandlung seiner Patienten. Dann kommen Gäste: der ungelenke Hufschmied Hias (Bernhard Wechselberger), diesmal mit ausgekugelter Schulter, sowie der Ziegenbauer Irgel (Vitus Altendorfer) mit schmerzverzerrtem Gesicht, weil ihn ein Furunkel am Gesäß plagt. Und schließlich stürmen auch noch die eingebildeten Kranken Mare und Resi Kotzenrieder (Claudia Altendorfer und Ariane Taube) das Behandlungszimmer und sorgen beim angehenden Mediziner für das komplette Chaos.
Von diesen Herausforderungen reichlich bedient, offenbart er dem Bader schließlich ein Geheimnis. Inzwischen kommt der Wirt nichtsahnend und noch gut gelaunt wegen des guten Geschäfts beim Viehmarkt mit seinem Hausl und Knecht (diese Rolle hat Alfons Altendorfer inne) zurück und wird unvermittelt mit einigen dicken Überraschungen konfrontiert.
So eröffnet ihm sein Sohn Toni, dass er nicht Arzt, sondern doch Wirt werden will. Obendrein erfährt er noch von der festen Beziehung zur hochschwangeren Bedienung Leni (Vroni Altendorfer), was ihn schier aus der Fassung bringt. Schlussendlich schießt auch noch der Bräu aus der Stadt bei der Tür herein, ringt um Fassung ob der unerwarteten Ereignisse und bringt dabei aber auch das letzte und bisher noch allen unbekannte Geheimnis zur Auflösung, dass seine Tochter Leni mit dem Wirtssohn Toni verbandelt ist.
Um die geschilderten Ereignisse ranken sich noch zahlreiche genüssliche Geschichten, die in allen drei Akten für beste Unterhaltung sorgen. Unter der Spielleitung von Alfons Altendorfer wird bis zur Premiere noch intensiv geprobt und an Feinheiten gefeilt.
Spieltermine: Freitag, 20. Februar, Samstag, 21. Februar und 28. Februar, jeweils um 20 Uhr und Sonntag, 1. März, 19 Uhr im Gasthaus Kapsner in Hochstätt. Max Sollinger