Frasdorf – Der Gemeinderat hat einem Antrag auf ein Böllerverbot in der Gemeinde mit großer Mehrheit eine Absage erteilt. Zuvor hatte Bürgermeister Daniel Mair (CSU) den Antrag eines Bürgers verlesen, der ein Böllerverbot an Silvester für das historische Ensemble Westerndorf und grundsätzlich für das gesamte Gemeindegebiet beantragte. Begründet wurde der Antrag mit der erhöhten Brandgefahr für denkmalgeschützte Gebäude durch Pyrotechnik sowie mit ungeklärten Haftungsfragen. Bürgermeister Mair erläuterte, dass eine Gemeinde grundsätzlich Böllerverbote für bestimmte Bereiche wie Kindergärten, historische Ortskerne, Kirchen oder Krankenhäuser erlassen könne – nicht jedoch ein generelles Verbot für das gesamte Gemeindegebiet. Georg Bohrer (FWW) hakte nach, ob sich der Antrag nur auf Silvester oder das ganze Jahr beziehe. Mair sagte, dass es dem Antragsteller nur um Silvester gehe. Böllerschüsse im Rahmen von Brauchtum seien „wohl eher nicht“ gemeint. Julian Richter (PWG) schlug einen Kompromiss vor: ein von der Gemeinde organisiertes Feuerwerk an einem zentralen Ort. Lorenz Wohlschlager (PWG) hielt ein grundsätzliches Verbot für vertretbar, warf jedoch die Frage auf, wer ein solches kontrollieren solle.
Benno Voggenauer (CSU) wollte wissen, wie viele Feuerwerke im Jahresverlauf überhaupt beantragt würden. Geschäftsleiter Andreas Oppacher erklärte, dass es sich dabei um maximal ein bis zwei Veranstaltungen pro Jahr handle. Josef Enzinger (PWG) unterstützte den Vorschlag eines öffentlichen Feuerwerks mit einer kleinen begleitenden Veranstaltung. Auch Bürgermeister Mair schloss diese Möglichkeit nicht aus, betonte jedoch, dass ein solches Vorhaben nur gemeinsam mit den Ortsvereinen realisierbar sei. Gabriele Stein brachte ergänzend eine Licht- oder Lasershow ins Gespräch. Der Beschlussvorschlag, ein grundsätzliches Böllerverbot im Ortsbereich von Westerndorf zu erlassen, wurde mit 14:1 Stimmen abgelehnt. Die Verwaltung prüft die Möglichkeiten eines öffentlichen Feuerwerks. elk