Stephanskirchen – Nur wenige Wochen vor der Kommunalwahl in Bayern haben in Stephanskirchen gleich zwei Gemeinderäte ihre Ämter niedergelegt.
Petra Hofmann (fraktionslos) teilte am 19. Januar in einem Schreiben mit, dass sie aus „persönlichen und krankheitsbedingten Gründen“ ihr Mandat niederlegen muss.
Am 22. Dezember 2025 war die Verwaltung bereits über das Rücktrittsgesuch von Christian Helget (Freie Wähler) informiert worden. Helget hätte für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wollen, nun doch der Rückzug. Auch Helget gibt „persönliche und zeitliche Gründe“ für diese Entscheidung an.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates verkündete Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie Bürger) zudem die Nachrücker für Hofmann und Helget. Hofmann hatte 2020 für die CSU kandidiert und das Mandat erhalten. Noch im selben Jahr war sie aufgrund von Unstimmigkeiten aus der Partei ausgetreten. Nun rückt ein Kandidat aus dem Wahlvorschlag der CSU nach: Hans Kink.
Für die Freien Wähler rückt auf Grundlage der Wahlergebnisse von 2020 Sebastian Scheuerer nach. Beide seien, so Mair, bereits informiert worden und hätten schriftlich zugesagt, das Amt anzunehmen. Hans Kink war während der Gemeinderatssitzung auch als Zuschauer im Sitzungssaal anwesend.
Ob die Kandidaten tatsächlich nachrücken dürfen, darüber entscheidet letztlich der Gemeinderat. Das Gremium stimmte einstimmig für Hans Kink als CSU-Nachrücker. Sebastian Scheuerer erhielt mit 13:5 Stimmen das Mandat für die Freien Wähler.
Kink und Scheuerer sollen in der Gemeinderatssitzung am 25. Februar vereidigt werden.