Aschau – Unter dem Leitmotiv „Gemeinsam stark – in gegenseitigem Respekt, mit gelebter Kompetenz und in solidarischem Miteinander zukunftsfähige Lösungen für Aschau entwickeln“ stellte die Gemeinsame Liste Aschau (FWG, Bündnis 90/Die Grünen und Aschauer Bürgerliste) in Sachrang ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 vor.
Der Schwerpunkt des Abends lag auf der besonderen Rolle Sachrangs. Die geplante Servicestation am Geigelstein-Parkplatz, der Ist-Stand des Landkindergartens, um dessen Existenz in der Vergangenheit gebangt wurde, die Fortführung des Sachranger Dorfladens und der Begriff Bergsteigerdorf lieferten ausreichend Gesprächsstoff.
Das Prädikat Bergsteigerdorf ist an klare Kriterien gebunden, insbesondere sanfte Mobilität, Erhalt des Ortsbildes und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, wie an dem Abend nochmals deutlich wurde. Darüber hinaus seien der Erhalt des Almbetriebs, die Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe, die zur regionalen Versorgung, zur Landschaftspflege und zum Erhalt des Dorflebens beitragen, für Sachrang wesentlich, hob Agraringenieurin Andrea Kohl (68) hervor. Genau diese Wertvorstellungen spiegelten sich im Maßnahmenprogramm der Gemeinsamen Liste wider, betonte sie.
Brigitte Baretzky (68, Diplom-Physikerin) sprach sich für stabile Gemeindefinanzen, nachhaltige Energiekonzepte sowie einen fairen Ausgleich zwischen Sachrang und Aschau aus. Entwicklung und Lebensqualität könnten nur gelingen, wenn innovative Ideen mit Verantwortung und Augenmaß umgesetzt würden.
Für die Aschauer Bürgerliste (ABL) kandidiert Johanna Stegherr (44, Diplom-Biologin). Sie machte deutlich, dass sie der Natur eine Stimme geben und Naturwissen wieder stärker in der Gesellschaft verankern möchte. Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sei eine gemeinsame Aufgabe aller Generationen.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass viele das Thema Mobilität mit Besorgnis sehen – unter anderem wegen unzureichender Busverbindungen an Wochenenden.
Einigkeit bestand darin, dass örtliche Anliegen wie zum Beispiel eine erhoffte Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit entlang der Loipe auf der Staatsstraße nur im kontinuierlichen Dialog mit der Bürgerschaft angepackt werden können.
Susanna Voltz (Rechtsanwältin) verwies in dem Zusammenhang auf Bürgerbeteiligung als zentralen Stellenwert im Programm der Gemeinsamen Liste. Als verbindliches und kontinuierliches Arbeitsprinzip in Aschau umgesetzt, biete Bürgerbeteiligung die Chance, in Bereichen wie Mobilität, Ortsentwicklung und nachhaltigem Tourismus tragfähigere Lösungen zu entwickeln.
Abschließend erklärten die amtierenden Gemeinderäte Monika Schmid, Sebastian Pertl, Silke Helfmeyer, Florian Anner (alle FWGA) und Wolf Neelsen (Bündnis 90/Die Grünen) ihre Bereitschaft zur erneuten Kandidatur und verwiesen auf die gute Zusammenarbeit im aktuellen Gemeinderat.
Die nächste Veranstaltung der Gemeinsamen Liste Aschau unter dem Motto „Politik und Musik“ findet am Donnerstag, 26. Februar, ab 19.30 Uhr, im Gasthof zur Klause in Aschau-Bach statt. Jörg Müller und seine Töchter übernehmen die musikalische Begleitung.