Bürgermedaille für Albert Schnitzer

von Redaktion

Gemeinde Großkarolinenfeld würdigt jahrzehntelanges Engagement

Großkarolinenfeld – Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Großkarolinenfeld durfte Bürgermeister Bernd Fessler entsprechend eines Beschlusses des Gemeinderates auch Ehrungen vollziehen.

Albert Schnitzer war von 1972 bis 2002 als Gemeinderat für das Wohl der Gemeinde im Einsatz. In all den Jahren als Gemeinderat, PLW-Fraktionsvorsitzender und Dritter Bürgermeister überzeugte Albert Schnitzer durch seine hohe Kompetenz in kommunalen Angelegenheiten und seine ausgleichende Art im Gremium. In dieser Zeit bekleidete Albert Schnitzer von 1990 bis 1996 die verantwortungsvollen Positionen des Dritten Bürgermeisters und des Schulreferenten.

Die durch seine langjährige Tätigkeit im Schulwesen und in der Folge als Schulrat erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen brachte er sehr qualifiziert im Rahmen von Gemeinderats- und Ausschusssitzungen zum Wohl der Gemeinde ein.

Gerade in der Funktion als Schulreferent setzte er sich für die Reform des Schulwesens in Großkarolinenfeld vehement ein. Verfügte doch die Gemeinde Großkarolinenfeld nur über eine Teil-Hauptschule, also die Klassen 1 bis 6. Die Jahrgänge der 7. bis 8. Klassen mussten die Hauptschule in Westerndorf St. Peter besuchen. Das Bemühen von Albert Schnitzer zog sich über 15 Jahre hin, bis die Gemeinde Großkarolinenfeld ab dem Schuljahr 1988/89 eine Hauptschule von der ersten bis zur neunten Klasse ihr eigen nennen durfte. Damit war für Albert Schnitzer sein Einsatz für die Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen in Großkarolinenfeld aber noch nicht beendet.

Seine weiteren Bemühungen rund um das Bildungswesen in Großkarolinenfeld fanden in seiner letzten Amtsperiode als Gemeinderat und Schulreferent im Jahr 2000/2001 ihren Höhepunkt mit der Genehmigung des M-Zuges an der Max-Joseph-Schule Großkarolinenfeld.

Bildung und Chancengleichheit waren immer schon gesellschaftliche Themen und werden auch in Zukunft von grundlegender Bedeutung sein. Albert Schnitzer hat dafür die Grundlagen geschaffen, dass künftige Generationen von Schülerinnen und Schülern in ihrem Heimatort ihr Potenzial nutzen können.

Darüber hinaus standen die Belange der örtlichen Vereine, ganz besonders, wenn es um Kultur ging, bei ihm stets im Vordergrund. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die „Heimatbühne“, die von 1947 bis 1955 das kulturelle Leben in Großkarolinenfeld bereichert hatte, mit der Gründung des Theatervereins Großkarolinenfeld wieder auflebte. Zusätzlich wirkte er die vergangenen zehn Jahre als Vorsitzender des Männergesangvereins.

Albert Schnitzer konnte in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiern und kann auf viele Jahre ehrenamtliches Engagement für die Gemeinde, für die Bürgerinnen und Bürger, zurückblicken. Der Neujahrsempfang war deshalb der passende Rahmen für die Übergabe der Bürgermedaille durch die Gemeinde.

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