Bad Endorf – Weil er in der medizinischen Versorgung ungleiche Arbeitszeiten hat, hat ihn das den greifbar nahen Titel gekostet. Am Schlusstag der Jahresmeisterschaft der Skatfreunde Chiemgau-Bad Endorf hatte Norman Schatz (Griesstätt) zwar den besten Punkteschnitt, musste aber Wernfried Pankratz (Prutting) den Vortritt lassen.
Für die Jahreswertung ist die Anwesenheit von mindestens 30 Spieltagen vorgegeben, die Schatz knapp verpasste. So war der Weg frei für Wernfried Pankratz, der damit seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigen konnte. Nach anfänglichem Wechselspiel an der Spitze setzte sich Gerd Heger (Höslwang) ab und dominierte über 20 Wochen das Verfolgerfeld, ehe Pankratz zum Schlussspurt ansetzte.
An allen 45 Spieltagen
am Start
Sein Vorteil gegenüber Schatz: Er war an allen 45 Spieltagen am Start, während sein Konkurrent mit „nur“ 24 Spieltagen aus der Wertung fiel. Auch bei den Tagessiegen hatte „Panki“ die Nase vorn. Mit acht setzte er sich vor Klaus K. Müller (Bad Endorf, 7) und Hermann Pöschl (Brannenburg, 6). Im Pokalwettbewerb waren die Fronten schon vorzeitig geklärt: Müller setzte sich hier deutlich ab und siegte klar mit 1265 Punkten vor Heger (790) und Pöschl (666).
Ein guter Skatspieler braucht Sachverstand und Glück bei der Kartenausgabe. Dann kann es auch zu Superergebnissen kommen. So glänzte diesmal Uli Böttger (Samerberg) mit dem höchsten Tagessieg: 1776 Punkte, vor Schatz (1640) und Müller (1633). Die höchste Tagesniederlage kassierte Vorsitzender Hans-Peter Kremers (Vogtareuth) mit minus 207 Punkten.
Wegen Geschäftsaufgabe mussten sich die Skatfreunde eine neue Spielstätte suchen. Sie fanden eine sehr herzliche Aufnahme im „B 360 Fohlenhof“ in Bad Endorf, wo jeden Dienstag ab 19 Uhr ein Preisskat gespielt wird. Der Sieger wird mit zehn Euro belohnt. Gäste, auch Anfänger, sind immer willkommen. Für Anfragen ist der Kontakt bei der Tourist-Info Bad Endorf hinterlegt.