Frasdorf – Frasdorfs Bürgermeister Daniel Mair (CSU) informierte die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung, dass die Verkehrsüberwachung der Jahre 2023 bis 2025 ausgewertet wurde. Es gebe vier Messpunkte, die Simsseestraße Höhe Kindergarten und an der Hauptstraße Höhe Hausnummer 31 sowie in den Ortsteilen Umrathshausen und Wildenwart/Pfarrer-Strobl-Straße. An diesen Punkten sei mehrmals im Jahr gemessen worden. Was die Geschwindigkeitsüberschreitungen generell betrifft, so gab Mair zu bedenken, dass eine Spielstraße rund um den Bereich Schule und/oder Kindergarten nicht gehe. Von 1579 passierenden Fahrzeugen (2023) an den jeweiligen Messtagen waren Höhe Kindergarten Frasdorf Ort 13 Fahrzeuge schneller als erlaubt, davon elf mit einer Überschreitung von 6 bis 10 km/h. An gleicher Stelle passierten in 2024 1616 Fahrzeuge, von denen wiederum sieben mit 6 bis 10 km/h schneller als erlaubt und einer mit 16 bis 20 km/h schneller als erlaubt unterwegs waren. Und in 2025 waren bei insgesamt 784 Fahrzeugen sechs Fahrzeuge schneller als erlaubt. Davon die meisten wiederum mit 6 bis 10 km/h über den vorgegebenen 30 km/h. Anders liege der Fall bei der Messstelle in Umrathshausen: Hier gebe es mehr Verstöße, aber selbst hier gehe die Zahl der zu schnell fahrenden Fahrzeuge zurück. Hier wurde in 2023 neunmal (mit 153 passierenden Fahrzeugen) gemessen, in 2024 zwölfmal (156 Fahrzeuge) und in 2025 siebenmal (52 Fahrzeuge).
Fast alle Temposünder waren hier in all den Jahren mit 6 bis 10 km/h schneller unterwegs als erlaubt. In 2023 fuhren drei Fahrzeuge mit 26 bis 30 km/h schneller als erlaubt, in 2024 und in 2025 keiner mehr.
Auch bei den Temposündern mit 16 bis 20 km/h mehr als erlaubt sei die Zahl von sechs (2023) auf einen (2025) gesunken. Quer durch die Reihen des Gemeinderates war zu hören, dass die Geschwindigkeitsanzeigetafeln wohl langsam, aber sicher erzieherische Wirkung zeigten. Auch wurde bekundet, dass man oftmals meine, dass ein vorbeikommendes Auto schneller fahre als erlaubt. Dabei sei die tatsächliche Geschwindigkeit „gar nicht so wild“. Für die reine Information der Messstellen-Auswertung war kein abschließender Beschluss erforderlich. Ebenso erforderte der Antrag eines Bürgers, ein stationäres Geschwindigkeitsmessgerät im Ortsteil Ruckerting aufzustellen, noch keinen Beschluss. Es gebe an der Stelle keine verlässlichen Zahlen, so die Meinung im Gremium. Gleichwohl sehe man aktuell nicht die Notwendigkeit, ein stationäres Geschwindigkeitsmessgerät im Ortsteil Ruckerting zu installieren. Bürgermeister Mair regte an, in den kommenden Wochen eine „verdeckte Geschwindigkeitsmessung“ sowie eine sichtbare Geschwindigkeitsmessung durchzuführen. Nach Auswertung der Messungen sollen die Ergebnisse dem Gemeinderat vorgelegt und das weitere Vorgehen abgestimmt werden. elk