Schneider allein auf dem Wahlzettel

von Redaktion

Neubeuerns Bürgermeister hat keinen Gegenkandidaten

Neubeuern – Seit November 2019 ist der parteilose Christoph Schneider Bürgermeister von Neubeuern. Damals setzte er sich in einem Dreikampf klar gegen Martin Schmid (Beurer Bürgernähe) und Hubert Lingweiler (Grüne) durch. Bei der Kommunalwahl 2026 hat Schneider, der für die Unabhängigen Neubeurer (UN) antritt, nun keinen Gegenkandidaten. Hier stellt er seine Themen vor – und wählt dabei nicht die Ich-Form, sondern die Er-Form.

Schneider: Nachdem Christoph Schneider bereits 2019 mit 63 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang im Alter von 28 Jahren zum Bürgermeister der Marktgemeinde gewählt wurde, stellt sich der parteifreie Amtsinhaber 2026 erneut zur Wahl. Nach politisch turbulenten Jahren gelang es Schneider, der über keine eigene Fraktion im Rat verfügt, Ruhe in das Gremium zu bringen und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit zu etablieren.

In dieser Atmosphäre konnten viele Großprojekte umgesetzt werden: Dazu zählen die Aufwertung der Mittelschule, der Ausbau der Abwasserbeseitigung mit einer neuen Kläranlage, die Neubeuern weiter autark hält, sowie die Erweiterung der Kindertagesbetreuung um drei zusätzliche Betreuungsgruppen. Auch der Kauf und Umbau eines Gewerbegebäudes zu einem modernen Rathaus konnte realisiert werden. Der Abbau des Investitionsstaus und der zukunftsfähige Ausbau der Infrastruktur führten zu einer angespannten Finanzsituation.

Für seine zweite Amtszeit möchte Schneider darauf Antworten geben. Dem studierten Verwaltungswirt gelang eine Gewerbegebietserweiterung, mit welcher er Neubeuern als „kleinen, aber feinen Wirtschaftsstandort“ mit guter Anbindung an die A8 zu positionieren möchte. Insbesondere Handwerk, IT und Technologie sollen die Steuerkraft stärken und attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze ins Kulturdorf bringen.

Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für junge Familien sowie für Menschen mit erschwertem Zugang zum Wohnungsmarkt. Neben einer Lockerung der Bauvorschriften zur Nachverdichtung unterstützt Schneider genossenschaftliche Wohnformen, die im Ort bereits etabliert sind.

Unterstützung erhält der Sohn eines evangelischen Pfarrers und einer Schneiderin von allen im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen: Neben CSU und Freien Wählern empfehlen auch Grüne, SPD und die Beurer Bürgernähe den in Stephanskirchen wohnhaften Amtsinhaber. Eine klare Informationspolitik sowie parteiübergreifende Zusammenarbeit prägen Schneiders Arbeit.

Steckbrief

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