Rott – Nach dem Gedenkgottesdienst in der Rotter Kirche konnte die Jahresversammlung der Feuerwehr Rott im Saal des Landgasthofs Stechl pünktlich beginnen.
Im Mittelpunkt stand der ausführliche Jahresrückblick auf das Vereins- und Einsatzgeschehen des Jahres 2025. Mehr als 100 Besucher, darunter aktive Mitglieder, Ehrenmitglieder sowie Vertreter der Gemeinde, waren der Einladung gefolgt und zeigten damit ihre enge Verbundenheit mit der Feuerwehr.
Moderne Schulungsräume,
renovierte Fahrzeughalle
In seinem Rückblick ließ Herbert Lunghammer als Vorsitzender ein ereignisreiches Jahr Revue passieren. Neben dem Vereinsausflug in die Hallertau und nach Eichstätt bildeten die Besuche und Teilnahmen an den Festlichkeiten der benachbarten und verbundenen Wehren im Landkreis sowie der Infotag im April den Schwerpunkt der Aktivitäten. Hinzu kamen Eigenleistungen wie die Modernisierung der Schulungsräumlichkeiten und die Renovierung der Fahrzeughalle. Abschließend wurde einstimmig eine Satzungsänderung beschlossen, nach der die Mitgliedschaft in der Feuerwehr bereits mit dem zwölften Lebensjahr und nicht mehr wie bisher erst ab 14 Jahren erworben werden kann.
Nach den Berichten der Schriftführerin und des Kassiers folgte der Jahresrückblick: Kommandant Manfred Lunghammer berichtete, dass seine 101 Aktiven, davon 22 Damen, im vergangenen Jahr 166 Einsätze zu bewältigen hatten (91-mal als First Responder und 75-mal als Feuerwehr). Darunter waren überwiegend technische Hilfeleistungen sowie Brandeinsätze. Besonders hervorgehoben wurden der ausgezeichnete Ausbildungsstand der Aktiven sowie der starke Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.
Auch das gesellschaftliche Leben kam nicht zu kurz: Vereinsfeste, die Beteiligung an kirchlichen und gemeindlichen Veranstaltungen sowie die engagierte Jugendarbeit trugen maßgeblich zu einem lebendigen Vereinsjahr bei. Demzufolge konnte Jugendwart Georg Leineweber ebenfalls positiv berichten, dass die Jugendfeuerwehr „light“ (ab 14 Jahren) sich großer Nachfrage erfreut und die Abgänge überwiegend in den regulären aktiven Dienst übergetreten sind. Ein weiterer wichtiger Punkt der Tagesordnung waren Veränderungen innerhalb des Vorstands. Turnusgemäß standen nach vier Jahren Neuwahlen an, bei denen einige langjährige Amtsinhaber nicht mehr kandidierten: Herbert Lunghammer, Michael Glas und Leo Schaber. Ihnen wurde für ihr jahrelanges Engagement und ihre verantwortungsvolle Arbeit zum Wohle der Feuerwehr herzlich gedankt.
Gleichzeitig wurden neue Mitglieder in den Vorstand gewählt, die künftig Verantwortung übernehmen und frische Impulse in die Vereinsarbeit einbringen (neuer Vorsitzender: Manfred Lunghammer, Stellvertreter: Martin Gasteiger). Die Versammlung sprach den neu Gewählten und den verbleibenden Amtsinhabern das Vertrauen aus und wünschte ihnen viel Erfolg für die kommenden Aufgaben.
Auszeichnung für
langjährige Treue
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für ihre jahrzehntelange Treue und ihren unermüdlichen Einsatz wurden mehrere Feuerwehrkameraden geehrt. Als aktive Feuerwehrleute wurden Herbert Lunghammer und Leo Schaber mit dem Bayerischen Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Für besonders treue und langjährige Zugehörigkeit (25 und 50 Jahre) wurden weitere Mitglieder geehrt – besonders hervorzuheben: Albert Lindauer senior ist seit 60 Jahren Mitglied.
Tragende Säule
der Gesellschaft
Abschließend hoben Bürgermeister Daniel Wendrock und Kreisbrandinspektor Stephan Hangl die Bedeutung der Feuerwehr als eine der tragenden Säulen innerhalb der Gesellschaft und der Gemeinde hervor. Sie betonten das gelebte Ehrenamt und den Willen, einen persönlichen Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten. Es wurde darüber hinaus betont, dass gerade diese langjährige Verbundenheit mit der Gemeinde das Fundament der Feuerwehr Rott ist und sie zu einem Vorbild für die jüngeren Generationen macht. Deswegen darf optimistisch in die Zukunft geblickt werden: Mit einer motivierten Mannschaft, engagiertem Nachwuchs und starkem Rückhalt aus der Bevölkerung sieht sich die Feuerwehr Rott auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt.