Mit zwei Rädern und 79 Jahren ins Abenteuer

von Redaktion

Karl Hegele begeistert mit packendem Multimediavortrag im Kolbermoorer Rathaus

Kolbermoor – Zwei ausverkaufte Abende, 140 begeisterte Zuhörer und ein Abenteurer, der mit 79 Jahren noch einmal aufbricht, um die Grenzen von Körper, Geist und Maschine auszuloten: Karl Hegele hat mit seinem Multimediavortrag „Mein langer Weg ins Pamir“ im Großen Sitzungssaal des Kolbermoorer Rathauses für großes Staunen und Bewunderung gesorgt.

An zwei Terminen nahm der 79-jährige Reisende sein Publikum mit auf eine 104-tägige Motorradexpedition durch zwölf Länder – vom 12. April bis 27. Juli 2025. Auf seiner Aprilia Tuareg 660, mit nichts als Zelt und Neugier, durchquerte Hegele die entlegensten Regionen zwischen dem Kaukasus und Hochasien.

Lebendige Erzählungen
und eindrucksvolle Fotos

Seine Route führte ihn durch Georgien, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan, wo die legendären Pässe des Pamir-Gebirges auf ihn warteten.

Mitreißend und humorvoll berichtete Hegele von Begegnungen mit gastfreundlichen Einheimischen, von grenzenloser Weite und mancher bürokratischen Hürde – etwa den schwierigen Einreiseformalitäten nach Aserbaidschan und in den Iran.

Seine lebendigen Erzählungen, ergänzt durch eindrucksvolle Fotos und Videosequenzen, ließen das Publikum hautnah miterleben, was es bedeutet, mit fast 80 Jahren noch einmal ein echtes Abenteuer zu wagen.

Zur Einführung zeigte der passionierte Alpinist Bilder früherer Expeditionen, darunter Aufnahmen aus den 1980er-Jahren, als er gemeinsam mit Kolbermoorer Bergkameraden am Pik Lenin stand – einem 7.134 Meter hohen Gipfel im Pamir, den Hegele bereits 1983 erstmals im Alleingang im Alpinstil bestiegen hatte.

In den 1990er- und 2000er-Jahren führte er selbst Expeditionen dorthin und prägte damit die regionale Bergsteigerszene nachhaltig.

Der Eintritt zu den Vorträgen war frei, um eine kleine Spende für die Hilfsorganisation „Kolbermoorer helfen“ wurde gebeten. Dank der großzügigen Besucher konnte Karl Hegele kürzlich der Vereinsvorsitzenden 1.050 Euro für den guten Zweck überreichen.

Dass ein Mann im 80. Lebensjahr eine solche Unternehmung mit Kraft, Durchhaltevermögen und Leidenschaft bewältigt, verdient höchsten Respekt.

So war es nicht nur ein Reisebericht, sondern ein Zeugnis dafür, dass Neugier, Mut und Lebensfreude keine Altersgrenzen kennen.

Wegen des großen Interesses wird Karl Hegele voraussichtlich im Herbst noch einmal Gelegenheit geben, von seiner außergewöhnlichen Reise zu erzählen, hieß es.

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