Eine traditionelle und besondere Form des Faschings findet am Samerberg immer dann statt, wenn die Frauen einen schönen Nachmittag und einen langen Abend lang für einen kunterbunten und voll besetzten Saal im Gasthaus Maurer sorgen. Lediglich drei Ausnahmen gibt es: Pfarrer Tobias Pastötter, Diakon Günter Schmitzberger und Bürgermeister Georg Huber sind als männliche Gäste willkommen, Gemeindereferentin Cornelia Gaiser stand diesen Männern als weiterer Ehrengast unterstützend zur Seite. Pünktlich um 13.33 Uhr begrüßte die scheidende Vorsitzende Gisela Schober die Gäste – verkleidet als „Scho-Bär“ in Anlehnung an den sagenumwobenen Samer Bären – zu einem Programm, das sich sehen lassen konnte. Neben den vielen pfiffigen Einlagen am Nachmittag wurden am Abend nicht nur eine, sondern gleich zwei Faschingsgarden erwartet. Grund dafür ist, dass bei den Rohrdorfer Nachbarn etliche Samerberger Mädels mitmachen und die fesche Aschauer Prinzessin Stephanie Sattlberger in Grainbach aufgewachsen ist. Nach der Begrüßung übergab Gisela Schober den Saal an Maria Höhensteiger, die nach ihrer Oma Hilde Braun – alias die Joham Hilde – und ihrer Tante Hildegard nun bereits in dritter Generation den Posten des Conferenciers bekleidet. In der ersten Gruppen-Einlage kam es zur Gründung des Samerberger Pfadfinderfähnleins „Emsige Biber“ mit vielen Ideen rund um Schwimmbadschnecken und Biberburgen. Zum vermutlich letzten Mal in dieser beliebten Besetzung präsentierten „G und G“, alias Günter Schmitzberger und Georg Huber, eine Rückschau auf Missgeschicke im politischen Wirken des scheidenden Bürgermeisters. Nach einer Abendessenspause folgte der Auftritt der Garden, bevor noch bis nach Mitternacht zur Musik von DJane Vroni gefeiert wurde. Fotos Hötzelsperger