Steckbrief

von Redaktion

Rohrdorf – Bürgermeister Simon Hausstetter (36) vom Bürgerblock Rohrdorf, seit 2020 im Amt, will in Rohrdorf Rathaus-Chef bleiben. Wir haben ihn gefragt: Was wollen Sie für und in Rohrdorf anpacken? Das ist seine Antwort.

Hausstetter: Jahrzehntelang hat die Gemeinde Rohrdorf neue infrastrukturelle Einrichtungen geschaffen, aber wenig in deren Sanierung investiert. In den letzten sechs Jahren haben wir begonnen, diesen Sanierungsstau abzubauen.

Auch in den nächsten Jahren gilt es, zahlreiche Gebäude, Leitungen und Straßen zu sanieren, darunter die Mehrzweckhalle Turner-Tölzl, das alte Schulgebäude in Thansau, die Schule in Rohrdorf, das Feuerwehrhaus in Höhenmoos, der Hochbehälter in Apfelkam und viele mehr.

Daneben möchten wir wichtige Projekte in der Dorfentwicklung der Gemeinde anpacken, so das RENOLIT-Gelände in Thansau und die Rohrdorfer Ortsmitte. Derzeit laufen ferner die Planungen für umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen in Rohrdorf, Thansau und Achenmühle; auch der Hochwasserschutz für Lauterbach muss optimiert werden.

Diese Maßnahmen kosten sehr viel Geld, sodass auch das Finanzwesen der Gemeinde auf den Prüfstand gestellt werden muss.

Ausgesprochen bedeutsam ist zudem die weitere Modernisierung der Verwaltung. In den letzten Jahren haben wir wesentliche Fortschritte in der Digitalisierung gemacht, müssen diesen Prozess aber noch weiterführen.

Bei all diesen großen Aufgaben dürfen wir aber auch soziale und gesellschaftliche Gesichtspunkte nicht vergessen: Unsere Vereine, das Dorfleben, kulturelle Themen mögen zwar im Einzelfall nicht Pflichtaufgabe sein, sind aber ganz wesentlich für die Lebensqualität in der Gemeinde.

Auch wenn dieser Punkt nur mittelbar in der Verantwortung der Gemeinde liegt: Wir wollen ein möglichst unbürokratisches und lösungsorientiertes Rathaus sein, aber auch auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger setzen. Dabei gelten Recht und Gesetz und nicht die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen, die bevorzugt oder übervorteilt werden sollen.

Diese Gleichberechtigung sollte selbstverständlich sein, ist aber in der Politik – auch auf kommunaler Ebene – nicht immer gegeben. Gerechtigkeit und Gleichberechtigung sind mir in jeder Form ein besonderes Anliegen.

Simon Hausstetter (Bürgerblock)

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