Schechen – Die Nachbarschaftshilfe Schechen stellte in ihrer Mitgliederversammlung das Thema „Patientenverfügung“ in den Mittelpunkt. Michael Voggenauer vom Betreuungsverein der Diakonie Rosenheim ging bei seinem Vortrag vor allem darauf ein, wie man im Falle einer Einwilligungsunfähigkeit in medizinischen Angelegenheiten Vorsorge treffen kann. Durch eine Patientenverfügung wird sichergestellt, dass der Patientenwille umgesetzt wird, auch wenn er vom Patienten nicht mehr geäußert werden kann. Es kann verbindlich festgelegt werden, welche medizinischen Maßnahmen in bestimmten Situationen noch durchgeführt werden sollen und welche nicht.
Dies gilt gleichermaßen für Senioren als auch schon für jüngere Menschen. Der Referent riet den Anwesenden dazu, für eine Patientenverfügung die von verschiedenen offiziellen Stellen angebotenen Formulare und Formblätter zu verwenden.
In seinem Rechenschaftsbericht wies Vorsitzender Hans Holzmeier vor allem auf die geleisteten Einsätze im vergangenen Jahr hin. So wurden in den Bereichen haushaltsnahe Dienstleistungen, Alltagsbegleitung und der Betreuungsgruppe insgesamt fast 1700 Stunden geleistet, so viele wie noch nie vorher. Die Betreuungsgruppe, die sich einmal wöchentlich im Seniorenzentrum PihA am Bahnhof trifft, kann noch neue Gäste aufnehmen. Es besteht auch die Möglichkeit eines Schnuppertages. Für die nahe Zukunft ist geplant, einen Besuchsdienst für alleinstehende und einsame Menschen anzubieten.
Interessierte Helfer können sich dafür gerne bei der Vorstandschaft melden. Die Zahl der Vereinsmitglieder steigt stetig an und betrug zum Jahreswechsel 209.
Der Kassenverwalter Sepp Utzschmid konnte von einer geordneten und sehr erfreulichen Kassenlage berichten, auch wenn der Jahresabschluss ein kleines Minus aufweist.
Bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde die gesamte Vorstandschaft von der Mitgliederversammlung wieder einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.
Zum Abschluss betonte der Vorsitzende, dass die Nachbarschaftshilfe seit nunmehr fast 25 Jahren vor allem eine wichtige Säule der gemeindlichen Seniorenarbeit darstellt und dankte allen Vorstandsmitgliedern, Betreuungskräften sowie Helfern für ihren großartigen Einsatz.