Ganz schön schaurig.
Harfenspieler Ulme von „Wickie und die starken Männer“
Aschau – „Welcome to New York“ hieß es beim Gildeball der Faschingsgesellschaft Aschau – und die Festhalle Aschau lieferte tatsächlich Großstadtgefühl: bis auf den letzten Platz gefüllt, überall Funkeln, Kostümfantasie und ein Publikum, das von der ersten Minute an voll auf Party gestellt war. Konfetti, Glitzer und „Big City Beats“ machten aus der Halle für ein paar Stunden den „Big Apple“ des Chiemgaus – schnell, laut, herzlich.
Den Takt dazu gab die „JamesBand“ vor: tanzbar, druckvoll und ohne Durchhänger. Mittendrin die Gastgeber mit ihrem Prinzenpaar: Prinzessin Stefanie I., „strahlende Hoheit der willkommenen Herzen im Zauber des Klangs“, und Prinz Leonhard I., „edler Wächter der Holzkunst und lodernden Flammen“. Sie führten mit Charme und Bühnenpräsenz durch eine Nacht, in der Show und Tanzfläche nahtlos ineinandergriffen.
Archaischer Witz
in der „Steinzeit“
Auch die Gastgilden zeigten, wie bunt und ideenreich der Fasching in der Region ist. Samba-Temperament brachte die Faschingsgesellschaft Neubeuern „Carneval in Rio – Neubeuern tanzt Samba“, während die Faschingsgilde Bad Endorf mit „Hakuna Matata“ das unbeschwerte Lebensgefühl auf die Bühne holte. Glanz und Lokalkolorit lieferte die Prienarria – mit Prinzessin Stefanie I. und Prinz Thomas I. als strahlendem Prinzenpaar vom Chiemsee.
Mit archaischem Witz ging es in der „Steinzeit“ der Faschingsgesellschaft Rohrdorf weiter, bevor Chiemseenixen aus Bernau mit Prinzentanz und Gardeauftritt ein „Feuerwerk aus Farben, Fantasie und Freude“ zündeten – angeführt von Prinzessin Daniela I. und Prinz Tobias I. Flowerpower und Rock ’n’ Roll schickte die Faschingsgilde Prutting in den Saal, und zum Schluss setzte die Faschingsgilde Rosenheim mit „Liebe – Fasching, der von Herzen kommt“ einen besonders warmen Akzent.
Auffällig: Nicht nur auf der Bühne wurde inszeniert – auch im Publikum. Viele Gäste kamen aufwendig verkleidet und geschminkt. Selbst Bürgermeister Simon Frank feierte mit seiner Frau stilecht als Wikinger mit. Fazit: ein Gildeball, der nicht nur ein Programm bot, sondern eine Stimmung – fröhlich, begeisternd und ganz nah dran am echten Fasching.