„Endorf hebt ab“ im Schneetreiben

von Redaktion

6.000 Narren trotzen Schnee und nasser Kälte – 51. Faschingszug begeistert mit buntem Spektakel in Bad Endorf

Bad Endorf – Wer den Fasching liebt, braucht keinen Sonnenschein für gute Stimmung. Das haben die Endorfer eindrucksvoll beim 51. Faschingszug der Endorfer Faschingsgilde bewiesen. Trotz Kälte und schneematschiger Wege ließen sich rund 6.000 begeisterte Narren das närrische Treiben nicht entgehen und verwandelten den Kurort Bad Endorf am Sonntag in eine bunte Faschingshochburg.

Um 14 Uhr setzte sich der Gaudiwurm am Wiebel-Parkplatz in Bewegung. Von dort zog sich der närrische Lindwurm entlang der Bahnhofstraße bis zum Kirchplatz. Insgesamt 22 aufwendig gestaltete Wagen sowie zahlreiche kreative Fußgruppen sorgten für beste Unterhaltung. Entlang der Strecke säumten fantasievoll kostümierte Besucher die Straßen und trotzten dem ungemütlichen Wetter mit guter Laune und lautstarker Begeisterung.

Aktuelles Geschehen
dominiert Motivwagen

Das farbenfrohe Spektakel spiegelte auch das aktuelle Geschehen in der Region wider. Auch die bevorstehenden Wahlen fanden ihren Weg in die Motivwagen. Die CSU marschierte mit Bürgermeister Alois Loferer und seinem Zauberkessel für Zukunft, Mut und Zuversicht im Faschingszug mit. Die Freien Wähler waren mit ihrem Wunschrad unterwegs. Die SPD bildete den roten Faden im Bad Endorfer Gaudi-Wurm. Mit Witz und Augenzwinkern nahmen sie das heimische politische Geschehen aufs Korn und sorgten für zahlreiche Lacher am Straßenrand. Zweiter Bürgermeister Wolfgang Kierner mischte sich als Funkenmariechen unter die Gardemädchen und schwang das Tanzbein.

Ein besonderer Höhepunkt war die Kinder- und Jugendgarde der Endorfer Faschingsgilde unter dem Motto „Endorf hebt ab“, ebenso wie das Prinzenpaar mit seiner Garde. Befreundete Gilden aus Bernau und Prien bereicherten den Zug mit schwungvollen Einlagen. Auch zahlreiche Endorfer Vereine beteiligten sich am närrischen Treiben. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Endorf sorgte mit einer mobilen Veteranenbar samt blauer Couch für Stimmung. Die Endorfer Theatergesellschaft zog unter dem Motto „Das Leben kann noch so grau sein – die Theaterer bringen Farbe hinein“ durch die Straßen. Die Turnerinnen setzten mit „Gurken statt Schurken“ ein augenzwinkerndes Statement. Der Moorbadverein wagte einen Blick in die Zukunft, während die Feuerwehr das Thema „Miet- und Grundstückspreise explodieren“ humorvoll aufgriff.

Aus der Umgebung kamen zahlreiche Gruppen, etwa aus Höslwang, Greinharting, Eggstätt, Halfing und Sönnering, um gemeinsam zu feiern. Im Anschluss an den Umzug verlagerte sich das Treiben in das große Barzelt der Endorfer Faschingsgilde am Bauernmarkt, wo DJ Sugaman für Partystimmung sorgte. Die Endorfer Veteranen luden zudem in das Oldies-Zelt bei der VR Bank ein, wo ausgelassen weitergefeiert wurde. Musik, Tanz und geselliges Beisammensein ließen das nasskalte Wetter schnell vergessen.

Artikel 7 von 11