Nachruf

von Redaktion

Neubeuern – Im 91. Lebensjahr verstarb Franz Xaver Thanner, weit bekannt als „Xare“ aus der Eichenstraße oder der „neuen Welt“, wie die Besiedelung genannt wurde. Ein arbeitsreiches, wechselvolles Leben fand im familiären Kreis ein verbindendes Ende des irdischen Weges.

Mit sechs Geschwistern verlebte er seine Kinder- und Jugendtage in Oberpößnach. An die Schulzeit schloss sich eine Bäckerlehre an, welche der Verstorbene abschloss. Die wirtschaftlichen Gegebenheiten der Nachkriegszeit machten einen Berufswechsel unumgänglich. So fand Thanner später Beschäftigung als landwirtschaftlicher Helfer.

1962 wechselte er dann zur PWA-Fabrik in Redenfelden, wo er im Bereich der Kunststofftechnik bis zu seiner Verrentung arbeitete. Seine ruhige, bescheidene Zurückhaltung machten ihn zu einem geschätzten Kollegen und Mitbürger.

Eine über 60-jährige Ehe war geprägt von Wertschöpfung, Zufriedenheit und Vertrauen. Darauf konnten sich auch die Familien mit zwei Kindern, einem Enkel und einem Urenkel verlassen. Mit seinem Akkordeon war er oftmalig unterwegs bei geselligen Anlässen und Feiern oder familiären Festen. Das abwechslungsreiche Leben in der Natur hatte für den „Xare“ eine zentrale Bedeutung. In jüngeren Jahren bereits dem Skisport verbunden, hatte er zeitlebens Freude am Berggehen und Wandern. Nicht das Hochalpine, sondern die heimische Bergwelt fand sein Interesse. Mit dem Motorrad unterwegs oder bei seinem Hobby Fischerei fand er Abwechslung und Ausgleich. In ehelicher Gemeinschaft war die Pflege und Liebe zum Garten des Anwesens zentral, welches sich die Familie in den 1970er-Jahren schuf.

Familie, Nachbarn und Freunde reihten sich in den Trauerzug zur letzten Ruhestätte ein. Die Fahnenabordnung der freiwilligen Feuerwehr verwiesen auf seine Verbundenheit zur dörflichen Gemeinschaft. swt

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