Schnaitsee – Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz hat ihre Jahresversammlung im Baderbräu abgehalten. Der Vorsitzende Alois Dirnaichner konnte unter den Besuchern auch den Bürgermeister der Gemeinde, Thomas Schmidinger, begrüßen. Die gut besuchte Veranstaltung führte zu regen Diskussionen über Themen des Natur- und Umweltschutzes. Gleich zu Beginn erinnerte Dirnaichner an die demnächst durchzuführende Amphibienrettungsaktion. Konkret seien hier tatkräftige Helfer für den Aufbau des Amphibienschutzzaunes Ende Februar erwünscht.
Kröten werden über
die Fahrbahn getragen
Im Anschluss müssen die beiden Zäune natürlich auch regelmäßig abgesucht und die Kröten, Molche und Frösche über die Fahrbahn getragen werden.
Aktuell seien derzeit noch von über 30 Nistkästen die alten Nester zu entfernen, wobei nicht nur Vögel sich darin wohnlich eingerichtet haben, auch finde man da alte Hornissennester oder Wohnstuben von Waldmäusen. In einer reich bebilderten Präsentation informierte der Vorsitzende über die vielen Aktionen im vergangenen Jahr.
Im Frühjahr führte die Ortsgruppe unter der Leitung des Vorsitzenden zwei Exkursionen durch. Dabei legte Dirnaichner den Schwerpunkt auf die Bedeutung der Insekten in einem intakten Ökosystem. Ab wann könne man von einem Biotop sprechen, lautete die Frage einer Besucherin. Dieser Frage vorausgegangen war Dirnaichners Hinweis auf die vielen kartierten Biotope in der Gemeinde, die leider nicht immer im guten Zustand seien, wie man an einem kleinen Weiher unweit von Harpfing erkennen könne. Es sei zwar durchaus normal, wenn im Laufe der Jahre diese Gewässer immer mehr verlandeten. Allerdings geschehe dies auch schneller, wenn Menschen mit dazu beitragen.
Die Müllsammelaktion war im vergangenen Jahr wieder ein voller Erfolg und deshalb will man diese auch heuer gemeinsam mit der Mittelschule durchführen. Stefanie Wolf organisierte das Ferienprogramm in Wiesmühl. Im Herbst unterhielt die Ortsgruppe einen Infostand am Martini-Markt in Schnaitsee.
Etwas ausführlicher wurde das Thema „Biber am Klärwerk“ besprochen. Hier konnte Dirnaichner mit eindrucksvollen Bildern und Filmchen demonstrieren, wie kleine Fehler, wie zum Beispiel Ufererhöhungen von Bachanrainern, dazu führen können, dass angrenzende Wiesen überschwemmt werden. Der Biber, ein hervorragender Dammbauer, nutze die Ufererhöhung für seinen Damm und wenn dann doch angestautes Wasser überläuft, kann es nicht mehr zurück.
Johann Scheitzeneder übernahm anschließend den Berichtsteil und informierte als Schatzmeister über den Kassenstand. Die Ortsgruppe verfüge über ein erfreuliches Guthaben und war sparsam mit den Ausgaben. Eine ordentliche Kassenführung bescheinigte Michael Wenzl als Kassenprüfer dem Kassier und bat um dessen Entlastung. Thomas Schmidinger wollte wissen, ob es bei der Kassenprüfung der Ortsgruppe kein „Vier-Augen-Prinzip“ gäbe. Dirnaichner wies darauf hin, dass die Kasse auch noch von der Kreisgruppe des Bund geprüft werde. Erfreulich sei auch der Mitgliederzuwachs, erklärte Dirnaichner. Die Ortsgruppe zähle nun knapp 100 Mitglieder und Förderer.
Für das aktuelle Jahr plant die Ortsgruppe die Müllsammelaktion am 27. März, eine Frühlingswanderung am 25. April und die zweite Exkursion entlang der Mörn am 17. Mai. Schließlich beabsichtigt die Ortsgruppe eine gemeinsame Fahrt zum Botanischen Garten in München zu einer Ausstellung am 20. September.
Pilzberatung
im Baderbräu
Wie jedes Jahr können Pilzfreunde zur Beratung jeden Sonntag von September bis Oktober ab 16 Uhr mit ihren Schwammerln zur Pilzberaterin Christine Lechner zum Baderbräu kommen. Die Termine lassen sich auch auf der Internetseite des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Traunstein, unter „Wir über uns“ und weiter „Ortsgruppen“ finden. Darüber hinaus stehen die Termine auch demnächst im neuen Schaukasten der Ortsgruppe und werden auch frühzeitig in den Printmedien veröffentlicht.