Pittenhart – Kürzlich trafen sich knapp 70 Vereinsmitglieder der „Freunde alter Fahrzeuge aller Art“ zu ihrer Jahresversammlung im Landgasthof „Alte Zollstation“. Schon lange vor Veranstaltungsbeginn füllte sich der Raum mit den interessierten Vereinsmitgliedern und Vertretern der Pittenharter Ortsvereine, die der Vorsitzende Christoph Niedermaier eingangs der Versammlung begrüßte. Nach der Vorstellung der Tagesordnung ging er zum Totengedenken über. In einer Schweigeminute wurde den verstorbenen Vereinsmitgliedern Franz Hehl, Georg Gmeindl und Engelbert Buchner gedacht.
Verein zählt
aktuell 216 Mitglieder
Es folgte der Bericht der Schriftführerin Emmy Künzner-Hingerl, die einen verbalen und visuellen Rückblick auf ein arbeitsreiches Vereinsjahr hielt. Nach der Jahresversammlung nahmen die Oldtimerfreunde im März am traditionellen kirchlichen Pittenharter Vereinsjahrtag teil. Die Mitglieder der Vorstandschaft haben in sechs Sitzungen die anstehenden Themen besprochen, das Fest organisiert, Bauzaunbanner für das Oldtimertreffen aufgebaut und vereinsinterne Belange abgeklärt. Vier Mal fand im vergangenen Vereinsjahr der beliebte Stammtischabend statt.
Eine andere Idee wurde im Sommer umgesetzt: Zusammen mit dem aus den Medien bekannten Werner Eisenrieder wurde ein sehr lustiger Image-Film als Werbung für das Oldtimertreffen gedreht. Das Video wurde bald zum Renner in der Social-Media-Welt.
Ein besonderer Höhepunkt war im August das große Oldtimertreffen in Aindorf. Schlangen mit den schönsten Oldtimern rollten aus allen Himmelsrichtungen auf Aindorf zu. Hunderte von Oldtimerfahrern, zahlreiche Besucher und die Vereinsmitglieder feierten bei Kaiserwetter einen unvergesslichen Tag. Die drei fahrzeugstärksten Vereine wurden, wie auch die weit angereisten, mit Flüssigem aus dem Chiemgau geehrt.
Die ganze Saison über waren die Mitglieder des Vereins zu unzähligen Oldtimertreffen in der Umgebung beziehungsweise bei den befreundeten Vereinen gefahren. Sehr stark waren die Pittenharter beim 30-jährigen Jubiläum der Ameranger Bulldog-Freunde vertreten.
Neben all den regionalen Treffen ging es für die Pittenharter Oldtimer mit sieben Bulldogs im September nach Bruck-Fusch, um an der gigantischen Oldtimer-Traktor-WM teilzunehmen. Ein „Stockerlplatz“ wurde bei dem Gleichmäßigkeitszeitfahren auf der höchsten Bergstraße Österreichs nicht erreicht, aber alle, die dabei waren, waren sich einig, dass es ein sagenhaft schönes Erlebnis ist, einfach nur dabei zu sein.
Aktuell zählt der Verein 216 Mitglieder, davon sind 35 Frauen mit Begeisterung bei dem relativ jungen Verein, bei dem Kameradschaft, freundschaftlicher Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe und Loyalität großgeschrieben werden.
Das erfolgreiche Vereinsjahr spiegelt sich auch in den Finanzen des Vereins wider, wie Kassier Sebastian Guggenhuber zu berichten wusste. Mit dem Kontostand zum Jahresende 2025 kann der Verein, trotz der massiven Ausgaben, beruhigt ins nächste Jahr gehen. 2025 wurde vom Oldtimerverein ein Zelt angeschafft, in dem beim letzten Treffen die Anmeldung und der Kaffee- und Kuchenverkauf untergebracht waren. Die LAG Chiemgauer Seenplatte hat im Rahmen des Bürgerengagements diese Anschaffung unterstützt.
Im Vorfeld der Jahresversammlung haben Robert und Benedikt Eisenbarth die Kasse geprüft. Wie Robert Eisenbarth der Versammlung mitteilen konnte, waren alle Buchungen einwandfrei aufgeführt und sämtliche Belege und Rechnungen vorhanden und nachvollziehbar. Eisenbarth bestätigte Guggenhuber eine einwandfreie und korrekte Kassenführung und bat die Versammlung um Entlastungsabstimmung für Kasse und Vorstandschaft. Im Nachgang stimmte die Versammlung ebenfalls einstimmig über die Entlastung der Kassenprüfer ab. Bei der letzten Vorstandssitzung wurde das Thema „Kassenprüfer und Vorstandsmitglieder“ besprochen. Um auch weiterhin einen rechtlich einwandfreien Weg zu gehen, haben sich die Vorstandsmitglieder entschieden, neue Kassenprüfer aus den Vereinsmitgliedern zu wählen.
Mit Wahlleiter Sepp Huber wurden per Akklamation Hans Berger, Siegfried Ederer und Rainer Maier zu den künftigen Prüfern der Vereinskasse bestimmt.
Oldtimer-Autos,
Bulldogs und Motorräder
Niedermaier stellte im Anschluss die Liste der Termine 2026 vor und bat die Vereinsmitglieder um eine rege Beteiligung beim Tag der Vereine bei den Rabendener Festwochen. Er hofft, dass sich die Begeisterung aller Vereinsmitglieder auch wieder bei den vielen Arbeiten, die zum nächsten Oldtimertreffen am Freitag, 30. August, anstehen, zeigt. Die Vorbereitungsarbeiten dazu sind bereits angelaufen und wie der Zweite Vorsitzende Hans Gruber verkündet, gibt es auch einige Verbesserungen. Gerade die Anmeldung soll etwas entspannter organisiert werden und man werde zusätzlich auf die speziellen Belange von gehbehinderten Besuchern achten, wie auch aus den Reihen der Versammlungsbesucher vorgeschlagen wurde. Geplant sind wieder die Bereiche für die Oldtimer-Autos, die Bulldogs und die Motorräder. Einen Platz bekommen auch die Attraktionen für die Kinder mit dem Tretbulldog-Parcours und einer großen Hüpfburg.
Der Kapellenverein Aindorf stellt wieder den Kaffee- und Kuchenverkauf, Steckerlfisch werden gegrillt, ein Eiswagen ist schon bestellt, mit dabei ist wieder die Weißbierbar und vieles mehr, so Gruber in seiner Vorschau, die zum Abschluss großen Beifall geerntet hat. Über die Vereins-Whatsapp-Gruppe werden die einzelnen Termine wieder bekannt gegeben.
Abschließend bedankte sich Christoph Niedermaier bei seinen Vorstandskameraden. Besonders Hans Gruber und seiner Familie galt ein großes Dankeschön für die Bereitschaft, dass das Oldtimertreffen auf ihrem Grund und Boden stattfinden kann. Ein großes Dankeschön ging an den Kassier Sebastian Guggenhuber, der sich sehr fachmännisch um die Vereinskasse kümmert. Niedermaier lobte auch die wertvolle Arbeit der Schriftführerin, mit der der Verein auch nach außen präsentiert wird, den Beisitzer Michael Künzner, der die medientechnischen Arbeiten erledigt, die Whatsapp-Gruppe und die Webseite pflegt, Robert Eisenbarth, Stefan Kirschner und Engelbert Stöcklhuber, auf die man immer zählen kann, wenn etwas zu erledigen ist.
Begeisterung und
Zusammengehörigkeit
Zum Abschluss richtete Niedermaier ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Vereinsmitglieder, denn „die machen es aus, dass der Verein einen so großen Erfolg erzielen konnte und sich so großer Beliebtheit erfreut“. Im Dank erwähnt hat Niedermaier auch den Wirt und das Team des Vereinslokals „Alte Zollstation“, der immer bestens für das leibliche Wohl sorgt, Franz Reiter für die großartige Bewirtung beim Oldtimertreffen, die vielen Frauen aus den Reihen des Vereins für die Kuchenspenden beim Oldtimertreffen und den Kapellenverein Aindorf für die freundliche Unterstützung mit dem Kaffee- und Kuchenbuffet.
Den Dankesworten schloss sich Gruber mit einem Vergelt’s Gott an Niedermaier für sein großartiges Engagement und die erfolgreiche Vereinsführung an. In fröhlicher und gemütlicher Runde wurde nach Veranstaltungsende der Abend ausklingen gelassen und untereinander war die große Begeisterung und Vereinszusammengehörigkeit deutlich zu spüren.