Eggstätt – Kürzlich hatten im Zuge der anstehenden Gemeinderatswahl die Mitglieder der gemeinsamen Liste der CSU und der ÜWG in Eggstätt zur Kandidatenvorstellung in den Gasthof Unterwirt geladen. In geselliger Runde kamen die Eggstätter Bürger zusammen, um neben den Gemeinderatskandidaten auch von den Gästen Landrat Otto Lederer und Kreishandwerksmeister Rudi Schiller einen persönlichen Eindruck zu gewinnen.
Otto Lederer stellte heraus, wie außergewöhnlich der Natur- und Kulturraum im Landkreis Rosenheim und rund um die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte ist und wie wichtig es sei, dafür zu sorgen, dass der breit aufgestellte Wirtschaftsraum mit vielen Unternehmern, Handwerkern und Landwirten erhalten und weiter gefördert wird. Weitere „Herzensanliegen“ seien ihm soziale Aspekte wie eine weiterhin sehr gut ausgebaute Gesundheitsversorgung im Landkreis und die Stärkung von Ehrenamt und Vereinen.
Auf Otto Lederer folgte Rudi Schiller, der in seiner Funktion als Kreishandwerksmeister eine zentrale Rolle für den Wirtschaftsraum in und um Rosenheim spielt. Er stellte die Bedeutung des Handwerks im Landkreis heraus und das hervorragende Berufsschulnetzwerk, wodurch sehr guter Nachwuchs in die Betriebe komme. Auch betonte er, wie viele Chancen es birgt, sich zu trauen und Dinge anzupacken, beispielsweise im Rahmen des Bauturbos und der durch Bürokratieabbau geschaffenen Möglichkeiten.
Nach diesen ersten Reden folgte der Hauptteil des Abends, die Vorstellung der Kandidaten von CSU und ÜWG für den Gemeinderat. Da in der Liste verschiedene politische Gruppierungen zusammenkommen, ist ein zentraler Gedanke, gemeinsam Eggstätt zu gestalten – ohne Parteigrenzen und mit viel Offenheit und ehrlicher Zusammenarbeit.
Besonders stolz ist die Gemeinschaftsliste darauf, dass dieses Jahr acht der 14 Kandidaten weiblich sind und somit auch ein wichtiger Schritt gemacht wurde, die Bevölkerungsstruktur in Eggstätt besser zu repräsentieren. Jeder der anwesenden Kandidaten nutzte die Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren. Auch Fragen wurden sogleich beantwortet.
Zum Abschluss der Veranstaltung gaben Bene Langl und Thomas Rohrmüller noch einen Überblick über die Errungenschaften der aktuellen Wahlperiode und das Wahlprogramm für die kommende. So haben sich CSU und ÜWG für die anstehenden sechs Jahre besonders auf die Fahne geschrieben, das Leben und Wohnen in Eggstätt noch lebenswerter zu machen, sei es über Konzepte für bezahlbaren Wohnraum, einen verantwortlichen Umgang mit dem Naturschutzgebiet oder einem persönlicheren Zugang für Bürgeranliegen bei der Gemeinde und Beteiligungsformate.
Auch Wirtschaft, Kultur und Soziales mit der Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen und einem Konzept für den aktuell entstehenden Bürgersaal in der Alten Post seien zentrale Anliegen, um die Gemeinde zu gestalten. Neben diesen Themen sollen auch das Thema Sicherheit, innovative Energieversorgung und E-Mobilität eine wichtige Rolle spielen.