Nachruf

von Redaktion

Bad Endorf – Florian Bortenlänger verstarb am 28. Januar 2026 plötzlich und unerwartet.

Florian Bortenlänger wurde am 15. September 1951 in Glonn geboren. Gemeinsam mit seinen Schwestern Monika und Angelika wuchs er zunächst in seiner Heimatgemeinde auf. Im Alter von sieben Jahren zog die Familie nach Rosenheim, wo er seine Schulzeit fortsetzte und die Mittlere Reife erlangte. 1971 wurde er zum Wehrdienst eingezogen. Sein Berufsweg begann mit einer Ausbildung bei der AOK Bayern in Rosenheim. Der Krankenkasse blieb er sein gesamtes Berufsleben lang treu. Mit großem Engagement, Verantwortungsbewusstsein und fachlicher Kompetenz entwickelte er sich kontinuierlich weiter und übernahm schließlich als Revisionsleiter für Oberbayern und Schwaben in München eine verantwortungsvolle Führungsposition. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2016 war er mit Herz und Verstand für „seine“ AOK tätig.

Durch seine Heirat fand Florian Bortenlänger 1974 in Bad Endorf seine neue Heimat. Dort gründete er seine Familie. 1983 wurde sein Sohn Florian geboren, 1984 folgte Johannes und 1985 Marinus. Später erfüllten ihn seine vier Enkelkinder Helene, Johannes, Felicitas und Julia mit großer Freude und Stolz. Neben Familie und Beruf war Florian Bortenlänger in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagiert und gesellschaftlich tief verwurzelt. Als leidenschaftlicher Theaterspieler stand er begeistert mit Spielfreude bei der Volksbühne Rosenheim auf der Bühne. Geselligkeit und Gemeinschaft waren ihm wichtig – ob beim Schafkopfen, im Freundeskreis oder bei zahlreichen Vereinsveranstaltungen. Seine sportliche Begeisterung zeigte sich beim aktiven Fußballspiel beim TSV 1860 Rosenheim, später auch als Trainer. Auch das Skifahren gehörte zu seinen großen Leidenschaften – stets verbunden mit einem geselligen Einkehrschwung auf der Hütte.

In Hemhof und der Gemeinde engagierte er sich über Jahrzehnte als Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Hemhof, als Ehrenvorstand der Veteranen Hemhof, über 20 Jahre lang als Versteigerer bei der Christbaumversteigerung der Traditionsschützen Hemhof sowie als CSU-Ortsvorsitzender. Als Mitglied des Gemeinderates setzte er sich verantwortungsvoll für die Belange der Bürger ein und stellte sich auch als Bürgermeisterkandidat zur Wahl.

Florian Bortenlänger war ein offener, herzlicher und lebensfroher Mensch. Er begegnete jedem mit Respekt und nahm die Menschen so an, wie sie sind. Seine Bodenständigkeit und seine Verlässlichkeit machten ihn zu einem geschätzten Freund, Kollegen und Weggefährten. Den Trauergottesdienst mit anschließender Urnenbeisetzung in Stephanskirchen hielt Pater Livio. Den Abschied gestalteten der Endorfer Kirchenchor sowie der Hemhofer Kirchenchor gemeinsam mit einfühlsamem Gesang. Musikalisch begleitet wurde die Feier von Mitgliedern der Blaskapelle Bad Endorf.

Zahlreiche Vereine erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre: die Sterbekasse, der Rauchclub, die Feuerwehr Hemhof, die Traditionsschützen Hemhof, der Veteranenverein Hemhof und Eggstätt, Mitglieder der Volksbühne Rosenheim und die Schützen Bad Endorf. Bürgermeister Alois Loferer sprach Worte des Dankes und der Würdigung.

Zum Abschied senkten die Vereinsabordnungen ihre Fahnen über dem offenen Grab, ehe ein Ehrensalut geschossen wurde. amf

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