Wärmewende kann starten: Nächste Schritte zum Nahwärmenetz

von Redaktion

Zufahrt zur Energiezentrale über Linksabbiegerspur – Pölchinger Straße könnte verschont bleiben

Aschau – Die geplante Nahwärmeversorgung in Aschau nimmt konkrete Formen an. Für rund 500 Haushalte liegen bereits Vorverträge vor, parallel läuft die Gründung der neuen Betreibergesellschaft. Nun wurden die nächsten Schritte und der aktuelle Planungsstand vorgestellt.

„Die Wärmewende kann beginnen.“ Mit diesen Worten verkündete Wolfgang Wimmer vom Biomassehof Achental auf der Bürgerversammlung den aktuellen Stand der Nahwärmeversorgung im nördlichen Bereich der Gemeinde Aschau im Chiemgau. Für rund 500 Haushalte wurden bereits Wärmeliefervorverträge mit Eigentümern von 107 Gebäuden abgeschlossen. Gleichzeitig ist der Gründungsprozess der Priental-Wärme GmbH im Gange. Gesellschafter werden die Gemeinde Aschau im Chiemgau und die Biomassehof Achental Beteiligungen GmbH & Co. KG sein. Die Gemeinde bringt 17 Prozent des Stammkapitals in einem Wert von circa 100.000 Euro ein. Das heißt aber nicht, dass sie nur ein Fünftel Mitspracherecht hätte. Wichtige geschäftliche Entscheidungen sollen immer einstimmig getroffen werden. Die Entwurfsplanungen für den ersten Bauabschnitt haben begonnen. Inzwischen gibt es positive Signale des Staatlichen Bauamtes Rosenheim, dass die Energiezentrale über eine Linksabbiegerspur direkt von der Staatsstraße 2093 aus angefahren werden kann. Für diese Zufahrt hat die Gemeinde allerdings noch nicht alle Grundstücksfragen geklärt. Zumindest gibt es nun aber die Hoffnung, dass die Pölchinger Straße vom Lkw-Zulieferverkehr verschont bleibt.

Im ersten Bauabschnitt wird beginnend in Niederaschau ein Wärmenetz von 7.000 Metern Länge errichtet. Der Wärmebedarf wird auf 6.900 MWh pro Jahr geschätzt. „Wir werden pro Jahr etwa 764.000 Liter Heizöl und damit 2.000 Tonnen CO2 einsparen“, betonte Wolfgang Wimmer.

Im Herbst soll der Bau der Zufahrtsstraße zur Energiezentrale beginnen. Wärmenetz und Gebäude werden 2027 gebaut. Das Investitionsvolumen bezifferte Wimmer auf zehn Millionen Euro. Nach Abzug von Fördermitteln verbleiben etwa fünf Millionen Euro, die die künftige Priental Wärme GmbH aufbringen müsste. Die neue GmbH trägt auch alle Planungskosten. ka

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