Wasserburg – Eine besondere Ehre ist Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl zum Ende seiner Amtszeit zuteilgeworden. In Anwesenheit zahlreicher Wegbegleiter aus seiner Zeit als Mandatsträger und Mitglied der SPD wurde ihm die Helmut-Rothemund-Medaille verliehen. Diese höchste Auszeichnung der SPD Bayern, überreicht von der Landesvorsitzenden Ronja Endres, erhielt er für seine „langjährigen Verdienste um das Wohl seiner Heimatstadt Wasserburg am Inn“.
Der Landesvorstand der SPD Bayern war sich einig, dass Michael Kölbl die Auszeichnung zu Recht erhalten sollte, da er ein würdiger Vertreter der Ideen und Werte des ehemaligen Vorsitzenden der Bayern SPD sei. Die Verleihung der Helmut-Rothemund-Medaille würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das gesellschaftliche, politische oder kulturelle Leben verdient gemacht sowie demokratisches Engagement, Verantwortung und nachhaltigen Einsatz für das Gemeinwohl gezeigt haben.
Dass dies in vollem Umfang auf Michael Kölbl zutreffe, wurde in allen von der Ortsvorsitzenden Friederike Kayser-Büker moderierten Grußworten deutlich. So schwärmte Kreisvorsitzende Alexandra Burgmaier, räumlich passend im Queens, gar vom „King Michael“ und dem langjährigen gemeinsamen Weg in Partei und Kreistag in fast philosophischen Worten. Der Ideengeber für die Verleihung, Werner Gartner, erinnerte seinerseits daran, dass Kölbl bereits seit 1980 SPD-Mitglied und ein Sozialdemokrat durch und durch sei. Er führte zudem die Verdienste Kölbls während seiner 24-jährigen Amtszeit als Bürgermeister auf. Lob fand Gartner vor allem für Kölbls analytische Vorgehensweise, die viel zur nachhaltigen Stadtentwicklung und Bürgernähe beigetragen habe.
Dass sich Michael Kölbl dem Gemeinwohl verpflichtet gesehen und Demokratie als Dienst am Menschen gelebt habe, lobte auch Ronja Endres in ihrer Laudatio.
Sie führte aus, dass er seine juristische Karriere an der Zivilkammer aufgegeben und sich lieber in seiner Heimatstadt vielfältig engagiert habe, was viel über den Menschen Kölbl aussage, der verstanden habe, dass diese lebendige Stadt keine Akte sei.
Zudem habe er stets versucht, Konflikte im Dialog zu lösen, und es immer wieder geschafft, Probleme beim Namen zu nennen und dafür zu sorgen, dass sich Bürger ernst genommen fühlen konnten. Endres betonte: „Denn am Ende des Tages zählten nicht Siege, sondern Lösungen.“ Kölbl sorgte nach persönlichen Dankesworten an seine langjährigen Weggefährten mit einigen Anekdoten für so manches Schmunzeln. Er vergaß aber auch nicht, die Wichtigkeit seiner Familie als privatem Rückzugs- und Schutzraum besonders zu betonen. kri