Bad Endorf – Amon Meier ist seit Oktober 2025 Ansprechpartner für die Jugendlichen in Bad Endorf. Zusammen mit Christian Bauer von der Diakonie Rosenheim berichtete er in der jüngsten Gemeinderatssitzung von seinen ersten Erfahrungen, der Phase des Kennenlernens sowie der Spannung und Freude, bald in die neuen Räumlichkeiten des Jugendtreffs im Hauses des Gastes umzuziehen. Nach dem Umbau sei es nun auch eine neue Generation an Jugendlichen, die dort ihre Freizeit verbringen kann. Christian Bauer begleitete Meier bei seiner Vorstellung im Bad Endorfer Gemeinderat. Bauer verantwortet die fachliche, wirtschaftliche, personelle und organisatorische Führung der Angebote im Bereich Jugend(sozial)arbeit und Ganztagsbildung im Chiemgau und der Stadt Rosenheim. Zudem steht er als Ansprechpartner für die Kooperationspartner zur Verfügung.
Der Jugendtreff befindet sich gerade im Abschluss der Phase der Rundumerneuerung. Er war zuvor im ersten Stock des Hauses des Gastes untergebracht. Das Gebäude wird derzeit von der Gemeinde Bad Endorf für über drei Millionen Euro generalsaniert. Auch der Jugendtreff wird neu gestaltet und soll künftig im Dachgeschoss des Anbaus untergebracht werden. Das Haus des Gastes ist Teil des Masterplans des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), durch das der Ortskern von Bad Endorf aufgewertet werden soll.
Meier berichtete, dass er schon immer in der Jugendarbeit tätig werden wollte und welche Schwerpunkte momentan an erster Stelle stünden. So gehe es ihm vor allem „um ein gutes Miteinander und darum, Beziehungen zu den Jugendlichen aufzubauen“. Auf die Frage aus den Reihen des Gemeinderats, ob ein Austausch mit der Schule stattfinde, erklärte Meier, dass es derzeit noch keine konkreten Themen in Verbindung mit der Schule gebe. Die Arbeit im Jugendtreff befinde sich zudem noch in der „Anfangsphase“. Bauer ergänzte, dass über die Diakonie Rosenheim eine Verbindung zur Schule bestehe, da man sich einmal im Monat treffe. Barbara Laböck (ÜWG/FW) wollte wissen, wie zufrieden die Jugendlichen mit dem derzeitigen Jugendtreff seien. Meier versicherte, dass auch das Provisorium den Jugendlichen zusage.
Magdalena Restle (Grüne) bedauerte, dass nur wenige Jugendliche die Möglichkeit wahrgenommen hätten, die neuen Räumlichkeiten vor der Fertigstellung zu besichtigen, und machte dies daran fest, dass sie es „wohl nicht gewöhnt sind, dass man sie an Entscheidungen beteiligt“. „Das ist aber mein Wunsch und mein Ziel“, unterstrich Meier seine Vorstellung von Jugendarbeit. Bauer verwies darauf, dass „Amon Meier wirklich sein Bestes tut“ und ihm sehr daran gelegen sei, „dass etwas für die Jugendlichen unter deren Einbeziehung stattfindet“.
Johann Webersberger (CSU) fragte nach, wie viele Jugendliche den Jugendtreff nutzten. Meier erklärte, dass es zwischen zehn und zwölf pro Tag seien. „Am Freitag ist aber immer am meisten los. Früher waren es hauptsächlich Jungs, aber jetzt kommen auch Mädchen“, freute er sich.