Schüsse in Töging und Winhöring

von Redaktion

Großeinsatz der Polizei Altötting

Töging/Winhöring – Schüsse zerreißen die Nacht. Erst im Stadtgebiet von Töging, wenig später in der Nachbargemeinde Winhöring. Am Freitagabend, gegen 18.30 Uhr, gingen die ersten Hinweise bei der Polizeiinspektion Altötting ein: Schüsse im Stadtgebiet von Töging, in der Nähe des Rathausplatzes. Der mutmaßliche Schütze wurde offenbar gesehen und wie folgt beschrieben: männlich, circa 20 Jahre alt, südländisches Erscheinungsbild, mit über den Kopf gezogener Kapuze, sprach Deutsch mit Akzent.

„Daraufhin sind sofort mehrere Streifen umliegender Dienststellen zum Einsatzort gefahren und haben die Fahndung nach dem Mann aufgenommen“, informiert ein Polizeisprecher. Beobachter sprachen von etwa 14 Polizeistreifen und zusätzlichen Zivilkräften.

Nach ersten Befragungen und Ermittlungen vor Ort konnte die Polizei Patronenhülsen sicherstellen. „Diese erhärteten den Verdacht, dass die Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgegeben wurden“, informiert die Polizei.

Vor Ort wurde noch am Freitagabend ein junger Mann festgenommen. Da sich herausstellte, dass er mit den Schüssen nichts zu tun hatte, wurde er kurz darauf wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Abschluss der Ermittlungen blieben Polizeikräfte weiter im Stadtgebiet von Töging, um den Bereich zu sichern.

Kurz darauf, gegen 20.10 Uhr, erhielt die Polizei erneut eine Information über Schüsse – diesmal aus Winhöring. Dort sollen im Bereich der Mühlgasse aus einem Pkw Schüsse abgegeben worden sein. Erneut wurden starke Polizeikräfte alarmiert. „Ein Bürger hatte ein älteres, silbernes Auto gesehen, das mit der Tat in Verbindung gebracht werden kann“, informiert die Polizei.

Auch in Winhöring wurden Platzpatronen aufgefunden. Nach Polizeiangaben lassen sie darauf schließen, dass die beiden Vorfälle in Töging und Winhöring zusammenhängen. „Wir gehen nach aktuellem Stand in beiden Fällen von keiner akuten Bedrohungslage aus“, betont ein Polizeisprecher.

Am Wochenende gab es keine weiteren Vorfälle. Trotzdem ist die Bevölkerung dazu aufgerufen, bei verdächtigen Beobachtungen im Zusammenhang mit Schusswaffen sofort den Polizeinotruf 110 zu verständigen. Die Polizei Altötting ermittelt in beiden Fällen unter anderem aufgrund von Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung zur Klärung des Sachverhalts wird unter Telefon 08671/96440 gebeten. pm/ka

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