Der Baustellen-Brackl wird zum Begleiter

von Redaktion

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in Bad Endorf ab April geplant – Projektvorstellung

Bad Endorf – Bad Endorf stehen anstrengende Zeiten bevor. Ab April 2026 heißt es für Bürger wie Durchreisende, viel Geduld mitzubringen, Zeit einzuplanen und sich immer gut zu informieren. Damit der Ärger klein bleibt und die zukünftigen Verbesserungen in den Bereichen Hochwasserschutz und Kreisel im Vordergrund stehen, hat sich die Gemeinde professionelle Unterstützung geholt.

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Mitte März

Zwei Quartiersmanager der CIMA stellten die begleitenden Maßnahmen vor, die die Auswirkungen der Baustellen im Ortskern abfedern sollen. Bürgermeister Alois Loferer hatte aus dem benachbarten Österreich einen Motivationssatz mitgebracht: „Die Baustellen gehen, der Fortschritt bleibt“. Eine öffentliche Informationsveranstaltung ist für den 18. März geplant.

Solveig Lüthje (Projektleitende Beraterin) und Markus Jocher (Quartiersmanager) der CIMA Beratung und Management GmbH stellten die verschiedenen Maßnahmen vor, mit denen die Gemeinde und die CIMA die Auswirkungen der Behinderungen in der Zeit der Baustelle möglichst klein halten wollen. Denn natürlich betrifft eine solche Verkehrsbehinderung über einen langen Zeitraum nicht nur den motorisierten Verkehr, sondern auch die Geschäfte und Betriebe werden in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt. „Das ist eine enorme Belastung für den Ort“, gestand Bürgermeister Alois Loferer gleich ein, da die Rosenheimer Straße über einen solch langen Zeitraum gesperrt werden müsse. Loferer erinnerte später auch an das Städtebauliche Entwicklungskonzept, „ein Prozess, der vor zehn Jahren begonnen hat“, an die Erwartungshaltung der Bad Endorfer Bürger. Er habe „Respekt vor der damaligen Entscheidung“, jetzt gehe es aber auch darum „Ängste zu moderieren und abzubauen“ und er hoffe auf „viel Partizipation“.

„Ich war schon vor zehn Jahren bei Ihnen“, stieg Lüthje in ihren Vortrag ein und schlüsselte die beiden Hauptsäulen auf, die sich im Wesentlichen auf die Arbeitsfelder „Ortsmanagement“ und „Baustellenmanagement“ konzentrierten. Es gehe im ersten Teil darum, Unternehmen aus dem Sanierungsgebiet zu unterstützen. Sie sehe sich dabei als „neutrale Anlaufstelle“ für alle Beteiligten und sie wies auf den Stichtag 7. April hin. Hauptaugenmerk liege dabei auf einer bestmöglichen Information für die Bürger wie auch für die Unternehmen; dazu werde auch ein „Baustellen-Flyer“ herausgegeben, der auch immer aktualisiert werde. Dazu gebe es auch ein Baustellen-Maskottchen, welches aus dem Bad Endorfer Wappen herrühre.

Jocher wies auf das Ortskern-Management hin und wies auf die Städtebauförderung und Projektfonds hin. Während der Baustellen- „Brackl“, die aktuellen Informationen „begleitet“, sei es Aufgabe der CIMA der „Lenkungsgruppe aus Fraktionen, Vereinen, Bürgern, Unternehmen und der Verwaltung zur Seite zu stehen und den Prozess zu begleiten“. Loferer betonte, wie wichtig ein gutes Informationsmanagement sei. „Die Baustelle wird uns vom Frühjahr bis in den Herbst begleiten“, so Loferer, und dann folgten die Sanierungsmaßnahmen der Bahn.

Betroffene sollen
„zufrieden sein“

Genau da setzte das Baustellen-Management an, ergänzte Jocher. Schließlich gehe es darum, dass die Betroffenen zufrieden seien, weil sie die entsprechende Information haben. Magdalena Restle (Grüne) fand den „Brackl“ ganz „charmant“ und fragte gezielt nach dem „Leerstandsmanagement“ für den Ortskern nach. Wie Jocher ausführte, gehe es darum, die Geschäfte wieder zu füllen und Gespräche mit den Eigentümern der Immobilien zu suchen. „Die meisten wollen ja eine Rendite“, so Jocher, aber es gebe auch attraktive Zwischenlösungen. Lüthje machte auch klar, welche Aufgabengebiete die CIMA betreue. Auf die Frage von Mareike Melain (Grüne) nach dem Zustand der Straßen und der Sicherheit von Gehwegen winkte die Quartiersmanagerin ab: „Das ist nicht unser Business“.

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