Bad Endorf sagt Ja zu „Rosi“

von Redaktion

Gemeinderat ermächtigt Bürgermeister zur Vertragsunterschrift

Bad Endorf – Bad Endorf steht auch weiterhin zu dem On-Demand-Verkehrsprojekt „Rosi“ und unterstützt dieses auch finanziell. Gleichzeitig sprach sich der Rat in seiner Mehrheit dafür aus, den Ersten Bürgermeister dazu zu ermächtigen den vom Landratsamt Rosenheim zugesandten Vertragsentwurf zu unterzeichnen. Ebenso stimmten sie für die Aufhebung der Sektoreneinteilung, die neue Preisgestaltung und neu zeitliche Taktung. In der Februarsitzung des Gemeinderats im Kultursaal der Therme ging die Verwaltung auf die Geschichte von „Rosi“ ein, auf das On-Deman-Verkehrsprojekt, dass immer gut angenommen worden sei. „ROSI“ habe im Grund von Beginn an ein „Erfolgsproblem“ gehabt und sicherlich habe es auch seitens des Betreibers (letztlich RVO) eine schlechte Außendarstellung gegeben, dazu noch die Fehler bei den Abrechnungen und die mangelnden Stornogebühren, fasste die Verwaltung zusammen.

Dennoch: „Rosi“ sei die perfekte Ergänzung zum ÖPNV und letztlich habe Bad Endorf den Ortsbus dafür „geopfert“. Während der Ausstieg der Gemeinde Samerberg aufgrund der geografischen Ausrichtung näher zum Inntal noch eher verständlich gewesen sei, könne man den Ausstieg von Aschau „nicht nachvollziehen“.

Bad Endorf werde auf jeden Fall dem Projekt eine weitere Chance geben, damit „Rosi“ erhalten bleibe, so der Tenor in der Sitzung Bürgermeister Alois Loferer informierte über die Größenordnungen bei den (mittlerweile wieder ausgeglichenen) Abrechnungsfehlern und stellte auch die Kostenprognose vor. „Die Kostenschätzungen liegen bei ungefähr 53.600 Euro für die Gemeinde.

Unsere Ansätze im Haushalt liegen da deutlich drüber“, so Loferer. Außerdem wies er daraufhin, dass die Bürgermeister in der ersten Märzwoche wieder zu einem Arbeitstreffen zusammen kommen werden. Eduard Huber (Grüne) fragte aufgrund der Vorgeschichte nach, ob der RVO „im Grunde der richtige Partner ist?“.

Loferer griff die Frage auf und erklärte, dass tatsächlich Überlegungen über neue Zielsetzungen stattfinden, wie er es formulierte. Er wies auf andere Regionen in Bayern hin, die dabei seien ein ähnliches On-Demand-Projekt zu realisieren, wie zum Beispiel die Oberpfalz. „Vielleicht waren wir einfach zu früh dran und haben deshalb Lehrgeld bezahlt“, gab er zu bedenken. Mit einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat dafür, dass der Bürgermeister bevollmächtigt ist, den Vertragsentwurf zu unterschreiben.

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