Fast wie in Wien: Frühjahrskonzert in Raubling

von Redaktion

Musikkapelle Großholzhausen begeistert in Gemeindehalle

Raubling – Was für Wien das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist, ist für Raubling das Frühjahrskonzert der Musikkapelle Großholzhausen. Während bei den Wiener Philharmonikern die Dirigenten nach wenigen Jahren immer wieder wechseln, schwingt Stephan Heinke bei der „Hoizhauser Musi“ seit 20 Jahren erfolgreich den Dirigentenstab und begeistert mit seiner über 40 Köpfe starken Kapelle Jahr für Jahr in der Gemeindehalle Raubling das Publikum mit musikalischen Frühjahrsgrüßen, so auch am vergangenen Wochenende.

„I dearf eich olle recht herzlich zu unserem 71. Frühjahrskonzert begrüßen. Mia gfrein uns narrisch, dass wir heit wieder für eich spuin dürfen und vor allem, dass so vui kema san und uns zuhörn wollen“, so die humorvolle Ansagerin Johanna Riedl zum erwartungsfrohen Publikum, das zum Einstieg den Konzertmarsch „Sympatria“ von Thomas Asanger und die Ouvertüre „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé zu hören bekam. Auf eine musikalische Reise nach Katalonien wurden die Zuhörer mit „Cataluna“ von Liano genommen. Das Finale „La Revista“ erklang als festliche Schlussparade.

„Während kürzlich die Olympischen Winterspiele in Italien zu Ende gingen, haben wir mit der Eröffnungsfanfare zu den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul „The Olympic Spirit“ von John Williams noch einmal zu uns in die Gemeindehalle geholt“, leitete Riedl den zweiten Konzertteil ein. Wer kennt ihn nicht, den kleinen Drachen Tabaluga, der auf die Reise geht, um erwachsen zu werden und um die Vernunft zu suchen? Peter Maffay schrieb 1983 das Rockmärchen „Nessaja“ zusammen mit dem Kinderliedermacher Rolf Zuckowski. Mit diesem Stück wollte die Musikkapelle zum Träumen und Nachdenken einladen und es den Zuhörern ermöglichen, noch einmal Kind zu sein. „Einzug der Plagiatoren“ ist eine herrliche Marschburleske, in der 36 bekannte Marschmelodien erklingen. Unter anderem sind Takte aus „Einzug der Gladiatoren“, Radetzky-Marsch, „Eine Seefahrt, die ist lustig“, „Ich hatt‘ einen Kameraden“ oder „Muss i denn zum Städtele hinaus“ zu hören. Vielleicht erkennt’s ihr ja a no den oan oder andern Marsch. I mecht am Ende no recht herzlich danke sagen, für’s Kema und für eiern Applaus“, verabschiedete Riedl das begeisterte Publikum, das sich wie immer nicht mit dem offiziellen Programmteil zufriedengab und lautstark Zugaben forderte. Gerne kam die Musikkapelle den Wünschen nach, schloss dann mit ihrem Abschiedsmarsch auf allen Veranstaltungen: „In die weite Welt“.

Ehrungen gehören dazu wie das Salz in der Suppe, ein eigener Bericht darüber folgt. ru

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