Nußdorf/Samerberg – Marian Arnu ist zwar erst 17 Jahre alt, beherrscht sein Kajak aber bereits so gut wie kaum ein anderer. Kein Wunder, wurde er von seinen Eltern doch schon als kleines Kind mit zum Paddeln genommen. „Mir hat das schon sehr früh gefallen, wir waren oft unterwegs und deswegen bin ich dabei geblieben“, sagt der deutsche Vizemeister der Jugend im Kanuslalom.
Bei Wettkämpfen in
ganz Europa unterwegs
Mittlerweile trainiert der junge Nußdorfer nahezu täglich beim Kajak Klub Rosenheim (KKR). „Viermal sind wir auf dem Wasser, dazu kommen zweimal Krafttraining und einmal Laufen in der Woche“, erklärt er. Außerdem ist er mit der Kanuslalom-Gruppe auf zahlreichen Wettkämpfen in ganz Europa unterwegs. Beim Kanuslalom geht es darum, möglichst schnell durch eine vorgegebene Anzahl an Toren zu fahren, ohne diese zu touchieren. Ein Sport, der enorm viel Kraft kostet und zudem eine gute Technik auf dem Wasser abverlangt.
Doch das Kajakfahren ist nicht sein einziges Talent. Egal, ob für den Bayernkader oder die KKR-Teammitglieder: Wenn es um das Produzieren von „Content“ geht, kommen die meisten vertrauensvoll zu Marian Arnu.
„Im Kanusport musst du dich immer präsentieren. Da mein Vater Fotograf ist, haben wir einiges an Ausrüstung zu Hause, und so habe ich mit dem Filmen angefangen.“
Zunächst begann der Kajakspezialist mit kurzen Clips für die sozialen Medien.
Nun läuft sein erster Kurzfilm auf der Kajakfilmfestival-Tour 2026. Auch hier kam der Kontakt über die Familie zustande. Denn Marians Vater Manuel Arnu begleitete als Kajakfahrer und Fotograf jahrelang den Filmemacher und Extremsportler Olaf Obsommer. „Wir kennen uns schon lange und ich habe Marian für den Film eine meiner alten Kameras geliehen“, sagt der Raublinger, der mit seinen Abenteuern in der Szene weltweit bekannt ist und das Filmfestival organisiert.
Alaska, Neuseeland
und das Inntal
Mit dem geliehenen Equipment drehte Marian Arnu seinen ersten eigenen Film. Am Samstag, 14. März, wird dieser im Programm des Festivals am Samerberg zu sehen sein. Neben internationalen Beiträgen über Expeditionen in Alaska oder Neuseeland ist auch der Nußdorfer bei der Filmtour vertreten.
„Das Filmen hat wirklich gut funktioniert, und ich hatte Spaß daran“, beschreibt Marian Arnu seine Erfahrungen.
Möglich also, dass man den Namen nicht zum letzten Mal gehört hat – ob wegen seiner Erfolge oder seiner Hochglanz-Bilder aus dem Kajaksport.