Bad Endorf – Viel zu berichten aus allen Abteilungen gab es bei der Jahresversammlung des BRK.
Einen Einblick in die Arbeit der Wasserwacht gab Christoph Kluge. Ein Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf der Schwimmausbildung von Kindern. In der Schwimmhalle der Bundespolizeisportschule wurden drei Kinderschwimmkurse mit insgesamt 31 Teilnehmern durchgeführt. „Über 50 Prozent der Kinder können nach dem Kurs sicher schwimmen“, berichtete Kluge. Der Erfolg liege vor allem am intensiven Betreuungsschlüssel von zwei zu eins – zwei Kinder pro Ausbilder. Neben den Kursen beteiligte sich die Wasserwacht auch am Ferienprogramm der Gemeinde.
Vielseitige Einsätze
der Wasserwacht
Auch die Einsätze der Wasserwacht waren 2025 vielseitig. Die Bandbreite reichte von Vermisstensuchen in der heimischen Seenplatte über einen Schwelbrand am Langbürgner See bis hin zu havarierten Ruderbooten. „Wir sind nicht nur auf dem Wasser unterwegs, sondern auch auf der Straße“, erklärte Kluge und schilderte einen Zufallseinsatz, bei dem die Wasserwacht als erstes Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall eintraf. Ein ins Eis eingebrochenes Reh gehörte zu den ungewöhnlicheren Einsätzen.
Neben den Einsätzen standen regelmäßiges Training und Fortbildungen auf dem Programm, darunter die Ausbildung eines neuen Bootsführers sowie Fortbildungen und Nachprüfungen für Wasserretter.
Über die Aktivitäten des Jugendrotkreuzes berichtete Gruppenleiterin Karin Falk. Jeden Dienstag treffen sich die jungen Mitglieder zur Gruppenstunde. Ein wichtiger Bestandteil sind außerdem Wettbewerbe auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene. 2025 gelang dabei ein besonderer Erfolg: „Zum ersten Mal in der Geschichte des Roten Kreuzes in Bad Endorf konnten wir mit den Kleinsten beim Landeswettbewerb in Regensburg den ersten Platz belegen. Darauf sind wir sehr stolz.“
Zudem feierte das Jugendrotkreuz 2025 bundesweit sein 100-jähriges Bestehen, während die Gruppe in Bad Endorf auf 60 Jahre zurückblicken konnte. Auch in den sozialen Medien ist das Jugendrotkreuz inzwischen aktiv – seit Kurzem sogar mit einem eigenen TikTok-Account.
Der Sozialdienst, so Michaela Polz für die verhinderte Ute Weiß, blickte ebenfalls auf ein aktives Jahr. Die Gruppe zählt derzeit elf Mitglieder. Zu den Aktivitäten gehörten unter anderem Ausflüge, Spielenachmittage, Seniorentreffen, ein Kuchenverkauf beim Flohmarkt sowie die Unterstützung bei den Blutspendeterminen. Neu im Programm war 2025 eine Gymnastikgruppe für Senioren, die sehr gut angenommen wurde. Insgesamt leistete der Sozialdienst 2025 mehr als 840 Helferstunden.
Auch der Rettungsdienst befindet sich im Wandel, erklärte Wachleiter Alexander Zurawski in seinem Bericht. Eine wichtige Neuerung ist der sogenannte Telenotarzt. Über Tablet oder Smartphone können Rettungskräfte nun direkt Kontakt mit einem Notarzt in der Leitstelle aufnehmen und nach dessen Anweisungen handeln. „Bis jetzt hat das ganz gut funktioniert“, so Zurawski. Eine weitere große Veränderung auf der Rettungswache war die Umstellung vom Zwei- auf ein Drei-Schicht-System aufgrund gesetzlicher Vorgaben.
Die Statistik zeigt das hohe Einsatzaufkommen: „Rund sieben Einsätze pro Tag bewältigten die Rettungskräfte im Jahr 2025. Dabei legten sie etwa 76000 Kilometer zurück – das entspricht fast zwei Erdumrundungen. Und das unfallfrei. Die gesamte Einsatzdauer belief sich auf 3477 Stunden, vergleichbar mit der Spielzeit von 2318 Fußballspielen ohne Verlängerung“, so Zurawski.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist mittlerweile auch die Organisation der Blutspenden. Hier arbeitet die Bereitschaft eng mit dem Sozialdienst zusammen. Michaela Polz freute sich besonders darüber, dass das Jugendrotkreuz einen Blutspendetermin besucht hat, um den Ablauf kennenzulernen. Sie erklärte zudem, dass Blutspenden in Deutschland grundsätzlich ab 18 Jahren möglich sind und seit einer Gesetzesänderung 2023 keine feste obere Altersgrenze mehr besteht – die Spendefähigkeit werde individuell durch einen Arzt beurteilt.
BRK ist Garant für
viele Veranstaltungen
Bürgermeister Alois Loferer dankte in seinem Grußwort den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. „Es ist gut, dass die Gemeinde eine Rettungswache hat. Ihr seid der Garant dafür, dass in Bad Endorf viele Veranstaltungen stattfinden können“, betonte er. Gerade bei Festen und größeren Veranstaltungen sei die Unterstützung des BRK unverzichtbar.
Besonders hob er auch die Jugendarbeit der Abteilungen hervor: „Wir haben eine perfekte Jugendarbeit in der Bereitschaft und der Wasserwacht. So werden Kinder und Jugendliche an das Ehrenamt herangeführt. Das ist ein Musterbeispiel für das, was das Rote Kreuz leistet.“