Aschau – Die vorläufigen Ergebnisse der Kommunalwahl in Aschau stehen fest. Mit über 92 Prozent der Stimmen wurde Bürgermeister Simon Frank im Amt bestätigt. Seine Liste „Zukunft für Aschau“ ist erneut stärkste Kraft im Gemeinderat.
Die vorläufigen Wahlergebnisse für die Gemeinde Aschau im Chiemgau stehen fest, die Sitze für 20 Gemeinderatsmitglieder sind vergeben. 92,2 Prozent der Wähler schenkten Bürgermeister Simon Frank (ZfA) ihr Vertrauen für eine zweite Legislaturperiode. Die Bürgerliste „Zukunft für Aschau“ (ZfA) erhielt mit 24.468 Stimmen den größten Vertrauensbonus der Wähler.
ZfA steigert sich
auf 43,3 Prozent
2020 trat die Gruppierung erstmals zur Gemeinderatswahl an und bekam auf Anhieb 34,1 Prozent der Wählerstimmen. Jetzt konnte die ZfA noch einmal um fast zehn Prozentpunkte zulegen und erreichte 43,3 Prozent. Im Gemeinderat entspricht das neun Sitzen, also einem mehr als bisher. Mit Bürgermeister Simon Frank (3.008 Stimmen auf der ZfA-Liste) hat die ZfA insgesamt zehn Stimmen. Gerhard Knickenberg (2.792), Johann Feistl (1.888) und Christine Parigger (1.458) ziehen wieder in den Gemeinderat ein.
Die neuen
ZfA-Gemeinderäte
Die sechs neuen ZfA-Gemeinderäte sind Ingrid Scheck (1.454), Dr. Andreas Zillmann (1.408), Alexandra Frank (1.210), Sebastian Schmid (1.179), Fabian Schneikart (1.064) und Marinus Schreiner (1.050). 22,7 Prozent der Wähler stimmten für die gemeinsame Liste von Freier Wählergemeinschaft Aschau, Grünen und Aschauer Bürgerliste, was fünf Sitzen im Gemeinderat entspricht. Somit haben die drei Gruppierungen mit der Gemeinschaftsliste zwei Plätze verloren. Vor sechs Jahren hatten sie ihre Kandidaten noch einzeln aufgestellt und insgesamt 26,2 Prozent erzielt – FWG (22,7 Prozent, 5 Sitze), ABL (7 Prozent, 1 Sitz) und Grüne (7,5 Prozent, 2 Sitze).
Wieder im Gemeinderat vertreten sein werden Dritte Bürgermeisterin Monika Schmid (2.689 Stimmen), Sebastian Pertl (1.672), Florian Anner (1.609) und Dr. Silke Helfmeyer (1.243). Neu gewählt wurde Johanna Stegherr (1.068). „Ich bin stolz darauf, dass wir die zweitstärkste Fraktion im Gemeinderat sind“, freut sich Wast Pertl über das Ergebnis, denn alle vier Gruppierungen hätten für die Gemeinderatswahl „hervorragende Kandidaten“ aufgestellt. „Viele tolle junge Leute“ seien in den Gemeinderat gewählt worden. Deshalb ist sich Pertl sicher: „Besser könnte ein Gemeinderat nicht aufgestellt sein.“
Die CSU hat ihr Ergebnis von 14,7 auf 22,5 Prozent verbessert und damit einen Platz dazugewonnen, künftig also vier Sitze im Gemeinderat. Zweiter Bürgermeister Michael Andrelang (3.158 Stimmen) ist wieder dabei. „Mit 12.697 Stimmen konnten wir einen beeindruckenden Zuwachs von knapp 42 Prozent gegenüber der Kommunalwahl 2020 erzielen“, ist er stolz. Neu in den Gemeinderat wurden Elmar Stegmeier (1.766), Tanja Hailer (1.248) und Sven Hermann (1.167) gewählt.
Interessant ist dabei, dass Tanja Hailer es von Listenplatz sechs in den Rat schaffte, während zwei Kandidaten auf den Listenplätzen vier und fünf nicht gewählt wurden.
Mit Elmar Stegmeier ist für die CSU nun auch ein Gesundheitsexperte in den Gemeinderat gerückt, dessen Projekte zur Pflegereform bundesweit Beachtung finden. Er ist zudem der Vorsitzende des Ökumenischen Sozialdienstes Priental. „Aschau ist nicht nur ein wunderbarer Ort für Gesundheit, Pflege, Teilhabe und Inklusion, sondern auch ein Ort mit schier unendlichen Möglichkeiten, innovativ und kreativ zu sein“, bedankte er sich bei seinen Wählern.
Auch die Bürgerbewegung Aschau (BBA) verbesserte ihr Wahlergebnis von 2020. Damals erreichte die Gruppe 7 Prozent (2 Sitze), diesmal sind es 11,5 Prozent (2 Sitze). Die BBA wird im Gemeinderat auch in Zukunft von Veronika Lang (1.424 Stimmen) und Franz Vordermayer (1.331) vertreten.
Dem Gemeinderat gehören zwölf Männer und acht Frauen an. „Die Mandatsträger repräsentieren einen guten Querschnitt unserer Bevölkerung“, würdigt Bürgermeister Simon Frank die Wahl der Aschauer.
Gemeinderat
repräsentiert Bevölkerung
So seien im künftigen Gremium Mitglieder vieler Vereine und Rettungsorganisationen sowie Vertreter zahlreicher Berufsgruppen vertreten – unter anderem aus Landwirtschaft, Handwerk, Gesundheitswesen, Finanz- und Versicherungswirtschaft.
Die Aschauer konnten in fünf Urnen- und sieben Briefwahlbezirken ihre Stimmen abgeben. Etwa die Hälfte der 4.762 wahlberechtigten Bürger nutzte die Möglichkeit der Briefwahl. 66,1 Prozent der wahlberechtigten Bürger gaben ihre Stimmen ab. Noch sind die Wahlergebnisse vorläufig. Gestern Abend tagte der Wahlausschuss der Gemeinde, heute werden die endgültigen Wahlergebnisse bekannt gegeben.
Großes ehrenamtliches
Engagement für Wahl
Damit endet auch der Marathon für Wahlleiter Stefan Kronier, seinen Stellvertreter Josef Schrank, mehr als 100 Wahlhelfer, die Verwaltung und den Bauhof der Gemeinde.
„Es ist schon unglaublich, was alles zu organisieren ist, aber es war auch wieder eine super Zusammenarbeit“, dankt Kronier allen Akteuren.
Für ihn und seinen Stellvertreter endete der Wahlabend nach einer schlaflosen Nacht erst am Montagnachmittag, als auch die Niederschriften für Kreistags- und Landratswahlergebnisse im Landratsamt abgegeben waren.