Die Dackel erobern den Catwalk

von Redaktion

Bei der Dackelzuchtschau in Kematen präsentierten sich 19 Vierbeiner einer strengen Jury. Nach der Prüfung von Formschönheit und Charakter wurden die schönsten ihrer Art mit Pokalen und Leckerlis gekrönt.

Kematen – Treuer, bezirzender Blick, tapsendes Auftreten sowie Formschönheit machen Dackel zu den besonders reizvollen und liebenswerten Hunderassen. 19 graziöse Topmodels auf vier Pfoten ließen sich in der diesjährigen Dackelzuchtschau im Gasthaus Weingast in Kematen mit viel Applaus feiern. Eingeladen zum einzigartigen und perfekt organisierten Wettbewerb hatte die Sektion Wendelstein im Bayerischen Dachshundklub, unter Federführung ihrer Vorsitzenden Anna Lindlmaier. Zur Seite standen bewährte und engagierte Mitglieder aus dem Vorstand.

Strenge Kriterien und der
entscheidende Catwalk

Die Qual der Wahl, den schönsten Vierbeiner in den Wertungsklassen „Veteran“, „Jungspund“, Kurzhaar, Langhaar und Rauhaar zu ermitteln und am Schluss mit Pokal, Urkunde und Leckerlis zu krönen, hatte in diesem Jahr Dackelspezialrichterin Doris Vetsch aus Amtzell im Allgäu. Assistiert wurde sie von der in Ausbildung befindlichen Anwärterin zur Hunderichterin Claudia Meister aus dem Emmental in der Schweiz.

Mit kaum anzumerkendem Lampenfieber und voller Konzentration die unliebsame Konkurrenz im Auge behaltend, betraten die Vierbeiner mit ihren zweibeinigen Begleitern als Züchter oder Besitzer motiviert den kleinen Saal der Traditionsgaststätte am Fuße des Eckersberges. Dem guten Brauch folgend, läutete ein Jagdhornbläser-Ensemble den Wettbewerb ein. Unterstützung bekamen die Instrumentalisten von der Dackelchorgemeinschaft, die ihre eigene Hymne in „Wuff-Dur“ lautstark mitsang.

Im Anschluss hieß es, sich den Prüfungen gemäß den derzeit sehr strengen Regeln des „Deutschen Hundezüchterverbandes“ zu stellen. Für eine Zuchtzulassung mussten die Hunde mindestens neun Monate alt sein und Rüden entsprechende Voraussetzungen zur Fortpflanzung und Weiterzucht erfüllen. Geprüft wurden Impfnachweise, das Tragen eines implantierten Chips als Registrierungsnachweis und, soweit vorhanden, Ahnentafeln. Von Bedeutung waren Vollständigkeit und Korrektheit von Gebiss, Bauchumfang, Formschönheit und beim „Rauhaar“ der typische Bart. Entscheidend war jedoch der anschließende Catwalk, bei dem Dackel-Fräulein oder stolzer Rüde mit verführerischem und betonendem Blick, freundlicher Charakterstärke und elegant tapsendem Erscheinungsbild versuchten, die beiden Richterinnen mit ihren scharfen Argusaugen zu beeinflussen. Dafür gab es am Schluss die Formwertnote „Vielversprechend“ in der „Jüngstenklasse“ oder in den darüber liegenden Klassen ein „Gut“, „Sehr gut“ oder „Vorzüglich“. Letztere Bewertung bedeutete für den Hund zusammen mit seinem Herrchen oder Frauchen den Einzug ins heiß ersehnte Finale mit ein paar Laufrunden auf dem Parkett mit graziöser Pose im Stand.

Die strahlenden
Sieger des Tages

Einen überzeugenden Eindruck in der Jugendklasse hinterließ der 14 Monate alte Rüde „Dorian Gay Vitoraz“ von Katja Schumann, der als schönster Rauhaar gefeiert wurde. Auch im fortgeschrittenen Alter überzeugte der 14-jährige „Disney von den Zwergenkönigen“ von Stephanie Diepers und siegte in der Kategorie „Schönster Veteran“. Über ihren Titel freute sich die zweijährige Kurzhaardame „Corrina vom Hummelfeld“, geführt von Stephanie Diepers, mit einem heiteren „Wau“. Zur Freude seines Herrchens, Peter Brandstätter, erklomm der elf Monate alte „Jari von der Taunushöhe“ die Karriereleiter als „Schönster Langhaar“.

Artikel 1 von 11