Hajo Gruber setzte sich in Kiefersfelden mit 68 Prozent durch, trotz zweier Gegenkandidaten.
Christoph Schneider ist Stimmkönig des Landkreises: Er fuhr in Neubeuern über 95 Prozent ein.
Inntal – Drei Bürgermeister und eine Bürgermeisterin haben sich in den Inntal-Gemeinden an der Spitze der Rathäuser gehalten. In Nußdorf, Neubeuern, Kiefersfelden und Oberaudorf setzten sich die bekannten Namen deutlich durch.
Neubeurer Bürgermeister mit den meisten Stimmen
Den meisten Zuspruch bekam dabei Christoph Schneider (Unabhängige Neubeurer). Er holte als einziger Name auf der Liste der Direktkandidaten rund 95 Prozent aller Stimmen und damit die meisten im gesamten Rosenheimer Landkreis. „Der Wert ist absurd“, bilanzierte er und blickte noch am Wahlabend nach vorn. „Aber jetzt geht die Arbeit wieder ganz normal weiter.“
Ein wenig umstellen muss sich Schneider allerdings schon. Denn im Gemeinderat gewann die CSU neun Prozentpunkte hinzu (34,1 Prozent) und liegt als stärkste Kraft vor den Freien Wählern (29,8 Prozent), den Grünen/SPD (21,8 Prozent) und der BBN (14,3 Prozent). Insgesamt bekommen CSU und Freie Wähler damit einen Sitz dazu (beide fünf Sitze). Das Bündnis aus Grünen und SPD bleibt bei vier Sitzen, während die BBN zwei von vier Sitzen verliert.
In Nußdorf bleibt Susanne Grandauer (CSU/Freie Wählerschaft Nußdorf) die Bürgermeisterin. Auch sie setzte sich ohne Gegenkandidaten mit rund 87 Prozent der Stimmen durch. „Ich war mir schon relativ sicher“, gab sich Grandauer zu Recht selbstbewusst nach der deutlichen Wahl. Auch im Gemeinderat bleibt alles beim Alten. Die beiden großen Fraktionen dominieren den neuen Nußdorfer Gemeinderat mit je sieben Sitzen: Die CSU/Freie Wählergemeinschaft kommt auf 51,3 Prozent und die Parteifreien Nußdorfer auf 48,7 Prozent.
Mit ebenfalls rund 87 Prozent der Stimmen geht Dr. Matthias Bernhardt (Freie Wählerschaft Oberaudorf) in seine zweite Amtszeit. „Es ist mir eine Ehre und ich freue mich auf weitere sechs Jahre“, meint er. Auch wenn er, wie Grandauer und Schneider, keinen direkten Gegenkandidaten auf der Liste hatte, sieht er seine Wiederwahl nicht als selbstverständlich. „Ich möchte mich bei meiner Belegschaft und dem Gemeinderat für die Arbeit der vergangenen Jahre herzlich bedanken“, betont Bernhardt.
Für die kommende Amtszeit bleibt das Gremium in Oberaudorf unverändert verteilt. Mit 41,6 Prozent behauptet die FWO ihre Position als stärkste Kraft (neun Sitze). Die CSU folgt mit 31,7 Prozent auf Platz zwei (sechs Sitze), die Grünen sind mit 16,2 Prozent Dritte (drei Sitze). Die BP holt 7 Prozent (einen Sitz) und die SPD 3,5 Prozent (einen Sitz).
Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Gemeindenachbarn Kiefersfelden. Dort wird Hajo Gruber (Unabhängige Wählergemeinschaft Kiefersfelden) am 1.Mai in seine dritte Amtszeit als Bürgermeister gehen. Er wurde mit rund 68 Prozent wiedergewählt. Hatte allerdings im Gegensatz zu der Kollegin und den Kollegen zwei Gegenkandidaten. „Ich gehe mit einem guten Gefühl in die kommenden sechs Jahre“, sagt Gruber, der sich bei seinen beiden Gegnern für einen „fairen Wahlkampf“ bedankt.
Kleine Verschiebung im Kiefersfeldener Rat
Im Gemeinderat gibt es dagegen eine kleine Verschiebung. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Kiefersfelden kommt auf 45,8 Prozent und verliert damit einen Sitz, bleibt aber mit neun Sitzen die stärkste Kraft. Die CSU kommt mit 27,8 Prozent auf sechs Sitze und somit einen mehr als 2020. Auch die SPD gewinnt leicht und hat mit 19,2 Prozent nun vier statt zuvor drei Sitze. Die Grünen mussten dagegen einen Verlust von gut fünf Prozentpunkten hinnehmen und haben mit nun 7,2 Prozent nur noch einen Sitz.