Vogtareuth – Fast 100 Gäste konnte Vorsitzender Markus Sturainer zur Jahresversammlung im Saal des Feuerwehrhauses Vogtareuth begrüßen. Bereits zuvor traf man sich in der Pfarrkirche zum Feuerwehrjahrtag.
Bei den von Schriftführer Martin Liebl vorgetragenen Tätigkeiten im letzten Jahr dominierte natürlich die Festwoche zum 155. Jubiläum den Bericht. Höhepunkte waren dabei der Festsonntag mit über 1.500 Gästen, aber auch der Blaulichttag, bei dem fast schon der ganze Ort zur Ausstellungsfläche von über 130 Fahrzeugen von Rettungsorganisationen wurde.
Natürlich war das Fest auch beim anschließenden Kassenbericht von Franz Stadlhuber ein Thema. Auch in finanzieller Hinsicht kann der Verein sehr zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken. Untermalt wurde der Kassenbericht noch mit ein paar eindrucksvoll hohen Zahlen zum Bier- und Limonadenkonsum im Festzelt.
Kommandant Michael Beier blickte in seinem Bericht auf das Übungs- und Einsatzgeschehen zurück. Mit stolzen 102 aktiven Feuerwehrleuten wurden rund 3.000 Übungs- und Einsatzstunden abgeleistet. Die Zahl der Einsätze war mit 40 eher niedrig. Weiter berichtete er von den größeren Einsätzen. Diese spielten sich fast ausschließlich in der nördlichen Nachbargemeinde ab: zwei Wohnhausbrände in Griesstätt sowie ein Verkehrsunfall und eine Flugzeugbruchlandung, ebenfalls in Griesstätt. Er musste schon betonen, dass dies nicht die Jahresversammlung der Griesstätter Wehr sei.
Auch zum neuen Feuerwehrfahrzeug gab Beier einen kurzen Zwischenstand. Die Ausschreibung für das neue TLF 4000, das das 36 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ersetzen soll, wird nach intensiver Vorarbeit durch den Fahrzeugausschuss derzeit von einer spezialisierten Firma erstellt.
Jugendwart Markus Weichselbaumer bildet im Moment acht Burschen und sechs Mädchen im Feuerwehrhandwerk aus. Zusammen mit seinen Stellvertretern Tamara Hirsch und Quirin Neugebauer nahm man mit vier Mannschaften am Kreisfeuerwehrjugendtag teil, machte beim Wissenstest mit oder besuchte zum Beispiel die Hauptfeuerwache in Rosenheim. Besonderes ist auch wieder in diesem Jahr geplant: Unter anderem soll mit der Feuerwehr Halfing wieder eine 24-Stunden-Übung durchgeführt werden, außerdem geht es zur Berufsfeuerwehr nach München.
Bürgermeister, Kreisbrandinspektor, Kreisbrandmeister sowie Kommandant und Vorsitzender dankten beim Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ Georg Lechner, Johann Bader, Siegfried Daxeder sowie Emmeram Sonnenholzner für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Alle bekamen neben einer Urkunde das silberne Feuerwehr-Ehrenkreuz überreicht. Erfreulicherweise konnten auch neun neue Feuerwehranwärter offiziell in den Dienst aufgenommen werden.
Im Bericht des Vorsitzenden Markus Sturainer wurde unter anderem ein Fotobuch zum Jubiläum im letzten Jahr vorgestellt. Weiter blickte er auf ein erfolgreich durchgeführtes Leistungsabzeichen zusammen mit einer Gruppe der Partnerwehr aus Niederbreitenbach in Tirol zurück. Auch den wieder prall gefüllten Terminkalender für das kommende Frühjahr und den Sommer stellte der Vorsitzende der Versammlung vor.
Bürgermeister Rudi Leitmannstetter dankte in seinen letzten Grußworten als Bürgermeister der Feuerwehr für die geleistete Arbeit und gab an, sich immer sicher als Nachbar der Wehr gefühlt zu haben.
Neues von der Inspektion und vom Landkreis gab anschließend Inspektor Franz Hochhäuser bekannt. Vogtareuth wird als eine der letzten Gemeinden mit digitalen Funkmeldeempfängern ausgestattet. Neben vielen weiteren Themen sprach er auch an, dass es endlich gelungen sei, ein vereinheitlichtes Löschfahrzeug für ganz Bayern zu organisieren. Durch die Sammelbestellung von momentan über 250 Gemeinden sind hier Einsparungen von bis zu 100.000 Euro pro Fahrzeug möglich.