Brannenburg – „Uns beiden geht es ums Dorf.“ Das ist die zentrale Aussage von Hubert Estner und Christian Zweckstätter aus Brannenburg, die am Sonntag (22. März) in die Stichwahl gehen. Doch dass sie diesen Satz gemeinsam aussprechen, zeigt, dass es zwischen ihnen nicht zu einem erbitterten Wahlkampf zweier Parteien kommen wird.
Keine Bühne für
Parteizugehörigkeit
Im Gegenteil – beide verzichten in diesem Fall ausdrücklich darauf, ihrer Parteizugehörigkeit eine große Bühne zu geben. „Ich sehe diese Wahl als Sache für die Bürger und wir werden beide versuchen, die Interessen bestmöglich zu vertreten“, sagt Zweckstätter.
Und auch Estner betont, dass beide Kandidaten am Ende das gleiche Ziel verfolgen. „Natürlich hat jeder seine Standpunkte und die Wege zu diesen Zielen können unterschiedlich sein“, sagt Estner. Am Ende ginge es aber immer um das Beste für Brannenburg.
Estner und Zweckstätter kennen sich schon lange. Beide sind seit vielen Jahren in Brannenburger Vereinen aktiv und hatten in der vergangenen Amtszeit einen Sitz im Gemeinderat. Im ersten Durchgang der Bürgermeisterwahl kam Estner auf 1.451 und damit 43,5 Prozent der Stimmen, Zweckstätter sammelte 1.314 und damit 39,4 Prozent. Da weitere 567 Wähler für den dritten Kandidaten, Josip Lackovic, stimmten, wird nun die Stichwahl zwischen Zweckstätter und Estner notwendig.
Nachdem beide laut eigener Aussage bereits mit einer entscheidenden Wahl gerechnet haben, rufen sie nun gemeinsam zum Wählen auf. „Wir wollen, dass möglichst viele ihre Stimme abgeben, damit das Ergebnis dem Willen der Brannenburger entspricht.“
Matthias Jokisch geht
in den Ruhestand
Am 22. März wird sich somit entscheiden, wer von den beiden Kandidaten für die kommenden sechs Jahre Bürgermeister wird und das Erbe von Matthias Jokisch antritt. Der amtierende Bürgermeister geht nach seiner zweiten Amtszeit in den Ruhestand und trat bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr an.