Die Vorbereitungen zum 155. Geburtstag liegen im Plan

von Redaktion

Jahresversammlung der Feuerwehr Neubeuern mit Ehrungen für Aktive und langjährige Mitglieder

Neubeuern – Bestandssicherung, Ausbildung, Festvorbereitungen zum 155-jährigen Bestehen, kameradschaftliche Geschlossenheit und Hilfe über die Gemeindegrenzen prägten das Vereinsgeschehen bei der Feuerwehr Neubeuern.

Selbstverständlich war Bürgermeister Christoph Schneider zur Jahresversammlung gekommen: Die Bürgermeister sind die dienstvorgesetzten Personen im Feuerwehrwesen. Florian Stuhlreiter aus der Gemeindeverwaltung ist seit dem vergangenen Jahr für den engen Kontakt Wehr – Verwaltung zuständig.

Einsätze, Festbeteiligungen, Feuerwehrfest, Ausflug, Ferienprogramm, Hochzeiten, Feuerwehrball – alles akribisch festgehalten im Rechenschaftsbericht von Schriftführer Hannes Strein. Der Kassenbericht von Thomas List fiel dieses Mal positiv aus. Das Jahr 1925/26 schloss mit einem Plus von rund 5000 Euro ab. Begründet durch eine rege Beteiligung der Bevölkerung beim Feuerwehrfest sowie eine verstärkte Spendenbereitschaft. Wohl aufgrund des Einsatzes der Wehrmänner bei der Hochwasserhilfe.

1505 Arbeitsstunden bei 57 Einsätzen bilanzierte stellvertretender Kommandant Hermann Kruckenhauser. Dabei entfielen 37 Prozent auf Brandeinsätze. Geleistet wurden technische Hilfeleistungen, 28 Sicherheitswachen, Rettungsdienste. Auf die 62 aktiven Wehrmänner sei „blinder Verlass“, betonte der Fachmann. Nachwuchs gibt es reichlich: zwei Jugendgruppen mit 21 Anwärtern. „Wir sind gut aufgestellt, wollen diesen Stand halten“, so Kruckenhauser, „dies auch in der Zusammenarbeit mit der Schülerwehr von Schloss Neubeuern“.

Atemschutzausbildung, Tierrettung, Sprechfunkausbildung und Umgang mit Motorsägen waren Schwerpunkte der Ausbildung, über die Marinus Artmann berichtete. Ein Dank galt dem Innkieswerk – hier konnte eine Silorettung geprobt werden, oder dem Kinderhaus Kerb in Pinswang. Eingebunden in den Feuerwehralltag ist die Arbeit der Ausbilder, welche die Schlossfeuerwehr betreuen. Das Wissen um die örtlichen Gegebenheiten dieses großen Gebäudes ist Voraussetzung bei einem möglichen Einsatz.

Mithilfe leistete man beim Brandeinsatz in der Gemeinde Nußdorf. Hier war die Wehr rund 13 Stunden eingebunden. Dies verdeutlicht auch die Zusammenarbeit unter den benachbarten Wehren, Bestandteil eines funktionierenden Gemeinwesens.

Zufrieden zeigten sich Vorstand Anton Schneebichler wie auch Bürgermeister Christoph Schneider über den Stellenwert, der den Wehrkameraden erwiesen wird. Schneider sagte, die Gemeinde leiste ihren Beitrag, im laufenden Jahr kommt ein neues Feuerwehrauto für rund 600.000 Euro. Das neue Auto ersetzt das 1985 in Betrieb genommene Fahrzeug.

Über die Festvorbereitungen zum Jubiläum der Wehr informierte Schneebichler. Das 150. Jubiläum konnte wegen der Corona-Epidemie nicht gefeiert werden. Vorstand, Festausschuss sowie die Festleiter Johann Fritz und Andreas Artmann liegen mit den Vorbereitungen im Zeitplan. Schneebichler baut dabei auch auf die Mithilfe der Bevölkerung – mit kleinen Gefälligkeiten und oftmaligem Festzeltbesuch.

Georg Gar, Johann Gar, Christian Grießenböck, Andreas Pichler, Johannes Strein und Johann Stuffer wurden für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet.

Der Verein zeichnete langjährige Mitglieder aus. Neben neun Personen für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Alois Schiefer, Peter Antretter, Peter Hofmann, Hans Hepfengraber und Sepp Hamberger für 40-jährige Treue geehrt sowie Adi Klier, Sepp Mühlauer und Klaus Spatzier für 50 Jahre.Thomas Schwitteck

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