Viele neue Gemeinderäte in Söchtenau

von Redaktion

Die Bürger in Söchtenau sind mit der Arbeit von Rathauschef Bernhard Summerer zufrieden. Er wurde ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Im Gemeinderat gibt es zwar personelle Veränderungen, die politische Richtung der beiden etablierten Wählergruppen bleibt aber bestehen.

Söchtenau – Große Parteien wie CSU, SPD oder Freie Wähler sucht man in Söchtenau vergebens. Etabliert sind die beiden örtlichen Gruppierungen, die Wählergruppe Schwabering-Krottenmühl (WSK) und die Freie Wählerschaft Söchtenau (FWS). Sie bezeichnen sich selbst als zwei eher „unorganisierte Wählergruppen ohne politische Färbung“, die das Söchtenauer Gemeindegebiet in einen nördlichen (FWS) und südlichen (WSK) Wählerteil gliedern.

Schon bei der Aufstellungsversammlung kristallisierte sich eine große Mehrheit für Bürgermeister Bernhard Summerer (WSK) heraus, sodass er am Ende trotz Gegner als einziger Bürgermeisterkandidat ins Rennen ging – und mit 91 Prozent der Wählerstimmen in seinem Amt bestätigt wurde.

Ein Déjà-vu? Könnte man meinen. Denn bereits vor sechs Jahren trat Summerer als Alleinkandidat an und schaffte 90,1 Prozent.

Geringfügige Änderungen gibt es bei der Verteilung der Sitze innerhalb des Gemeinderates. Während sich diese in der noch laufenden Legislaturperiode mit je sieben Sitzen pro Gruppierung ausgeglichen gestaltete, gibt es nach der Wahl am 8. März 2026 eine leichte Machtverschiebung zugunsten der WSK. Ihr fallen künftig acht Sitze zu, der FSK sechs.

In Zahlen ausgedrückt: 56,3 Prozent der Wählerstimmen gingen an die WSK und 43,7 Prozent an die FWS. Von 2.237 Wahlberechtigten nahmen 1.550 Bürger ihr Recht wahr. Die Wahlbeteiligung lag mit 69,3 Prozent leicht über der von 2020 mit 66,1 Prozent.

Aufseiten der WSK scheiden Johannes Ottinger, Josef Eckl, Gudrun Weber, Dietrich Krebs und Martin Baumann aus dem Gemeinderat aus. Neu hineingewählt wurden Helmut Siegl, Vitus Brandl, Johannes Gschwendtner, Josef Baumann, Andreas Berghammer und Elisabeth Fischer. Für eine weitere Amtszeit gewählt wurden Alexandra Gramer und Wolfgang Loferer junior.

Aus der FWS nehmen weiterhin Lorenz Liegl, Christoph Huber und Maximilian Forstner im Sitzungssaal Platz. Das Vertrauen der Wähler gewannen auch Bernhard Obermaier, Verena Opperer und Florian Ott. Marco Binder, Getraud Polz, Christian Obinger und Theresia Schöberl scheiden aus.

Gemeinsam mit dem neuen Gemeinderat möchte Rathauschef Summerer bereits Begonnenes weiterverfolgen.

„Das übergeordnete Ziel ist nach wie vor, die Gewerbesteuer in Söchtenau nach oben zu kurbeln“, sagte er am Abend der Wahl gegenüber dem OVB. Gelingen soll dies durch die Erweiterung des Gewerbegebietes. Die entsprechenden Grundstücke dafür habe er bereits während seiner ersten Amtszeit erwerben können.

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