Von der Wildnis im Kreisel mitten ins Vereinsgeschehen

von Redaktion

Starke Sprüche, gutes Bier und stimmungsvolle Blasmusik

Frasdorf – „Eine Warte in der Wildnis – so heißt es in geschichtlichen Aufzeichnungen zum Frasdorfer Gemeindeteil Wildenwart. Eine Wildnis haben wir heute im Wildenwarter Kreisel. Warten wir ab, wie es mit der Kreisel-Schönheit weitergeht!“ Mit diesen Worten begann Andi Stoib seine inzwischen achte Fastenpredigt für die Wildenwarter Blaskapelle in der Frasdorfer Lamstoahalle.

Der Levitenleser, der bereits 17 Jahre lang beim Starkbierfest des FC-Bayern-Fan-Clubs in Gaishacken Erfahrungen sammelte, machte in unterhaltsamer Weise über das meist gute, aber auch auf manch überraschendes Kommunalgeschehen in der Gemeinde und darüber hinaus Anmerkungen.

Ehe sich der Prediger mit dem Bayerischen Defiliermarsch auf die Bühne spielen ließ, unterhielt die Wildenwarter Blaskapelle als Gastgeber mit Marsch- und Stimmungsmusik die Besucher.

Das Vereinsgeschehen war ein erstes Hauptthema von Andi Stoib, er informierte zu den bevorstehenden Jubiläumsjahren: „Heuer feiern in Wildenwart Feuerwehr und Landjugend, nächstes Jahr hoffen wir noch auf ein großes Jubiläum, eventuell von der Mutter-Kind-Gruppe, 2028 haben wir dann wieder das Gautrachtenfest des Chiemgau-Alpenverbandes in Wildenwart und ein Jahr später feiern dann in Atzing die Feuerwehrler und Trachtler gemeinsam.“ Zum 125. Trachtlerjubiläum in Wildenwart 2028 mit dem dann 90. Gaufest ergänzte er: „Trachtler-Kaiser Helmut Freund wird bei diesem europäischen Großereignis von den Festleitern Thomas Stoib und Markus Irob sowie vom allwissenden Vereinslexikon Lambert Huber unterstützt“ und fügte noch hinzu: „Denken wir aber dran, dass zum Feiern nicht nur ein Zelt und das Bier, sondern auch ein Pfarrer dazugehören, noch dazu, weil wir ja im Pfarrverband Westliches Chiemseeufer neu besetzt sind.“

Ein weiteres Thema war natürlich die Kommunalwahl. Glückwünsche galten den wiedergewählten Bürgermeistern von Prien und von Frasdorf, dem „nachsitzenden“ Landrat Otto Lederer gab er mit den Themen „Overtourismus und Weltkulturerbe“ sowie „Autobahntourismus und staufreies Dorf“ gleich ein paar Hausaufgaben für die Zukunft mit.

Die abschließende Empfehlung des Fastenpredigers lautete: „Reden wir miteinander, von Angesicht zu Angesicht und nicht anonym oder nur auf sozialen Medien. Freuen wir uns bei einem Ratsch bei Brotzeit und Musik, so wie heute bei der Wildenwarter Blasmusik oder am Samstag, 28. März, beim traditionellen Starkbierfest der Priener Blaskapelle im König-Ludwig-Saal in Prien.“

Die Zuhörer sparten nicht mit ihrem Beifall für Andi Stoib und auch nicht für die mit rund drei Dutzend stark besetzte Wildenwarter Blaskapelle bei deren weiteren Unterhaltungsweisen. Ein abschließender Dank galt noch dem Frasdorfer Trachtenverein für die Bewirtung. hö

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