„Großes Kino für die Kleinen“ in Kiefersfelden: Triumphaler Einmarsch

von Redaktion

Musikkapelle präsentiert Können des Nachwuchses in allen Facetten – Junge Dirigentin erstmals am Pult

Kiefersfelden – Die Nachwuchsgruppen der Musikkapelle Kiefersfelden präsentierten ihr beachtliches Können in der voll besetzten evangelischen Kirche. Sichtlich erfreut über den Zuspruch, sprach Tobias Kurz von „großem Kino für die Kleinen“, deren Einmarsch in das Gotteshaus von kräftigem Beifall begleitet wurde.

Der Sprecher bedankte sich bei Pfarrer Günter Nun, der im Verlauf des frühen Abends noch eine wichtige Rolle zu übernehmen hatte, und bei Bürgermeister Hajo Gruber für die Unterstützung der Musikkapelle. Lobend erwähnte er die Tatsache, dass dank der intensiven Jugendarbeit und der erfolgreichen Kooperation mit der Grundschule (Bläserklassen) die Zahl der jungen Musikanten stetig gewachsen ist. Und dann leitete er über zum Programm, „das für jeden eine spannende Mischung“ versprach.

Die musikalische Begrüßung unternahm die Bläserjugend, die von Emilia Kurz dirigiert wurde, mit dem von Klaus Schuck geschriebenen Stück „Wechselnde Eindrücke“, was zugleich auch das Motto des Abends war. Es folgte der Song „Everything I wanted“ von Billie Eilish und bei „Loco-Motion“ von Gerry Goffin und Carole King hörte man sogar zarte, mitsingende Stimmen aus dem Publikum. Nach „Radioactive“ von den Imagine Dragons ging es musikalisch aufs Wasser zum „Indian River“, mit tragischem Beginn und sehr guter instrumentaler Umsetzung eines Stückes amerikanischer Geschichte.

Für die junge Dirigentin Emilia Kurz war es das erste Konzert in der Öffentlichkeit, bei dem sie ganz vorne stand. Sie machte ihre Sache hervorragend und hatte ihre Musiker immer im Auge.

Den zweiten Teil gestaltete die Jugendmusikkapelle unter der Regie von Matthias Reheis sowie dem Märchenerzähler Günter Nun, der in seinem Haus das Märchen vom tapferen Schneiderlein vorlas, mit bemerkenswerter musikalischer Unterstützung der jungen Musiker. Eine herrliche, einfühlsame Symbiose von Erzählung und Musik, die die Zuhörer gefangen nahm.

Flugs ging es dann von den Gebrüdern Grimm zu Gerald Ranacher, dessen Stück „Marcha de Libertad“ vom Kampf für die Freiheit erzählte. Mit populärer Filmmusik von Hans Zimmer, wie dem „Fluch der Karibik“, leitete dann Dirigent Peter Kurz einen Genre-Wechsel ein und „Mit Blasmusik im Herzen“ von Alexander Pfluger bediente die Jugendkapelle auch die bodenständige Volksmusik. „The Best of James Bond“ bildete dann den Schluss der Veranstaltung.

Angeregt und zusätzlich motiviert durch den gar nicht enden wollenden Beifall gab’s letztlich noch „Hey Jude“ von Paul McCartney. Eine eindrucksvolle, hörens- und sehenswerte Vorstellung der Nachwuchsmusiker, die beim Publikum sehr gut ankam. hko

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