Stolz auf das neue Gerätehaus und besorgt über Materialmangel

von Redaktion

Jahresversammlung der Feuerwehr Pittenhart – 59 Aktive, 21 Einsätze und eine fleißige Jugendwehr

Pittenhart – Die Feuerwehr Pittenhart hat bei ihrer Jahresversammlung im Landgasthof „Alte Zollstation“ Bilanz gezogen, die Vorstandschaft neu gewählt und einen Ausblick auf das kommende Vereinsjahr gegeben.

Schriftführer Georg Aringer erinnerte im Jahresrückblick daran, dass bei der letzten Jahresversammlung der Mitgliedsbeitrag auf 15 Euro erhöht worden ist, und berichtete von zahlreichen Höhepunkten, darunter die Hochzeit von Kommandant Florian Niedermaier und der Einweihung des Feuerwehrhauses.

Kassier Christian Pis legte den Kassenbericht vor und ging dabei besonders auf die Abrechnung des Feuerwehrfestes 2024 ein. Das schlechte Wetter habe zusätzliche Ausgaben etwa für eine Zeltheizung und Nacharbeiten an der Parkplatzwiederherstellung verursacht, zudem würden steigender Bürokratismus, Auflagen und Steuern den Gewinn stark schmälern und zu einem Fehlbetrag von knapp 1.000 Euro in der Vereinskasse führen. „Die Zahlen sind unschön, aber das Fest war schön und das Jubiläum wurde würdig gefeiert“, sagte Pis.

Kommandant Florian Niedermaier berichtete über die aktive Wehr, der neben ihm Thomas Siglreithmaier und Andreas Neubauer vorstehen. Die Wehr zählt derzeit 59 Aktive, dazu kommen neun Gruppenführer, ein Jugendwart mit Stellvertreterin und ein Gerätewart. Im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr zu 21 Einsätzen aus, darunter vier Brandeinsätze, zehn technische Hilfeleistungen, ein ABC-Einsatz sowie zahlreiche Verkehrssicherungen.

Ein technischer Hilfeleistungseinsatz nach einem Verkehrsunfall, bei dem die B-Säule eines neueren Fahrzeugs entfernt werden musste, habe gezeigt, dass der vorhandene Rettungssatz nicht mehr zeitgemäß ist.

Insgesamt wurden 677 Einsatzstunden mit durchschnittlich 15 Einsatzkräften sowie 25 Übungen mit 518 Übungsstunden geleistet, zudem nahmen Feuerwehrleute an Lehrgängen des Kreisverbandes Traunstein und an der Feuerwehrschule in Geretsried teil.

Zur Ausstattung berichtete Niedermaier, dass im vergangenen Jahr ein Defibrillator angeschafft wurde, der im Feuerwehrauto mitgeführt wird. Eine neue Tragkraftspritze ist bestellt und soll Ende April geliefert werden, für ein neues Feuerwehrauto laufen derzeit die Ausschreibungen. Die Pittenharter Wehr wird im Gegenzug zum eigenen Fest 2024 beim 135. Gründungsfest der Feuerwehr Rabenden im Mai 2026 die Verkehrssicherung übernehmen.

Stellvertretend für Jugendwart Johannes Eder informierte Alexandra Egger über die Jugendgruppe, die aktuell aus vier Mädchen und 14 Buben besteht. Die Jugendfeuerwehr absolvierte im vergangenen Jahr 19 Übungen, nahm am Jugendfeuerwehrtag in Pietling teil, legte Mitte Oktober die Prüfung zur Jugendleistungsspange ab, besuchte den Wissenstest, war beim Zeltlager dabei und pflegte die Kameradschaft bei einem eigenen Abend.

Bürgermeister Sepp Reithmeier informierte zum Stand der Dinge beim neuen Feuerwehrgerätehaus, dessen Planung so weit abgestimmt sei, dass nun die Ausschreibung vorbereitet und die Baugenehmigung eingereicht werden könne. Wie Reithmeier weiter ausführte, sei er zuletzt häufig auf die Kosten des Gebäudes angesprochen worden; das Feuerwehrhaus in Pittenhart sei „für die Zukunft ausgerichtet und wird allen Anforderungen entsprechen“, was in enger Abstimmung mit dem Arbeitskreis Feuerwehr, dem Bauamt und den Planern erarbeitet worden sei.

Turnusgemäß stand 2026 die Neuwahl der Vorstandschaft an. Die Versammlung bestimmte per Akklamation mehrheitlich Anna-Maria Siglreithmaier als Vorsitzende, Philipp Spiel wurde einstimmig als Zweiter Vorstand bestätigt. Der bisherige Dritte Vorstand stand nicht mehr zur Wahl, die Position wird künftig nicht mehr besetzt. Ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt wurden Christian Pis als Erster Kassier, Sepp Stürzer als Zweiter Kassier, Georg Aringer senior als Schriftführer sowie Georg Aringer junior als Erster Fähnrich mit Martin Niedermaier als Stellvertreter. Die Kassenprüfer August Ecker und Konrad Linner wurden für weitere drei Jahre wiedergewählt. emk

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