Einschränkungen befürchtet

von Redaktion

Der Andrang bei einer Informationsveranstaltung in Bad Endorf war riesig. Bürgermeister Alois Loferer stellte die Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns und einen besseren Hochwasserschutz vor, ein Projekt, das als Jahrhundertwerk bezeichnet wird.

Bad Endorf – Auf großes Interesse ist die öffentliche Informationsveranstaltung der Marktgemeinde Bad Endorf gestoßen. Zahlreiche Bürger sowie Gewerbetreibende waren ins Kultwerk gekommen – der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die geplanten Baumaßnahmen im Ortskern. Vorgestellt wurden die konkreten Bauabschnitte, der zeitliche Ablauf sowie die vorgesehenen Verkehrsregelungen. Zudem informierte die Gemeinde über mögliche Auswirkungen auf Anlieger und Gewerbebetriebe während der Bauphase. Gemeinsam mit Solveig Lüthje und Markus Jocher von der CIMA Beratung + Management GmbH sowie Kathrin Jakubik (Marketingleitung Unterstützung Ortskern) stellte sich Loferer den Fragen.

Auswirkungen so gering
wie möglich halten

„Die Baustelle wird Einschränkungen mit sich bringen“, erklärte der Bürgermeister. „Unser Ziel ist es aber, die Auswirkungen für Anwohner, Betriebe und Besucher so gering wie möglich zu halten.“

Um die Bürger umfassend zu informieren, setzt die Gemeinde auf verschiedene Kanäle. Dazu zählen Infotafeln, eine regelmäßig aktualisierte Ausstellung im Rathaus, Flyer sowie Informationen über soziale Medien wie Instagram, Facebook und Whatsapp-Broadcasts. Auch auf der Internetseite der Gemeinde werden laufend aktuelle Hinweise veröffentlicht. Ein besonderes Element der Kommunikation ist das Baustellenmaskottchen „Brackl“. Es soll während der gesamten Bauzeit für Wiedererkennung sorgen und eine positive, freundliche Kommunikation begleiten.

Die umfangreiche Baumaßnahme wird in drei Abschnitte gegliedert. Der erste Bauabschnitt umfasst die Kanalsanierung in der Rosenheimer Straße und beginnt am 13. April. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis November 2026 andauern. Anschließend folgt als zweiter Bauabschnitt die Bahnquerung an der Kurfer Straße, die für den Zeitraum von Januar bis Juli 2027 geplant ist. Im dritten Bauabschnitt werden schließlich der Kreisverkehr am Kirchplatz sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz am Teisenhammer Bach umgesetzt, vorgesehen von Herbst 2027 bis Herbst 2028.

Loferer erläuterte auch die Hintergründe der Bauarbeiten. In den vergangenen Jahren sei es in Bad Endorf wiederholt zu Überflutungen durch Starkregen gekommen. Der Ausbau des Hochwasserschutzes sei daher eine notwendige Investition in die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit des Ortes. Zudem werde der marode Kanal erneuert. Mit dem geplanten Kreisverkehr am Kirchplatz soll die Verkehrssituation an der Staatsstraßenkreuzung deutlich verbessert werden. „Das ist eine Jahrhundert-Baumaßnahme und eine große Herausforderung für den gesamten Ort“, so Loferer.

Rosenheimer Straße
wird im Mai gesperrt

Im ersten Bauabschnitt kommt es zu spürbaren Verkehrseinschränkungen. Der Gartenweg wird von April bis Mitte / Ende Mai vollständig gesperrt. Im Anschluss daran wird ab Mitte/Ende Mai die Rosenheimer Straße gesperrt. Die Traunsteiner Straße, Wasserburger Straße und Bahnhofstraße bleiben weiterhin befahrbar. Geschäfte, der Kindergarten sowie der Kirchplatz sind während der gesamten Bauzeit zu Fuß erreichbar. Der überörtliche Verkehr wird über Halfing, Söchtenau und Prutting umgeleitet.

Aktuelle Informationen zu Fahrplanänderungen, Ersatzhaltestellen und Umleitungen stellt die Gemeinde fortlaufend auf ihrer Website sowie über Aushänge im Rathaus und in der Touristinfo bereit.

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