Kiefersfelden investiert Millionen

von Redaktion

Einstimmig hat der Gemeinderat Kiefersfelden den Haushalt für 2026 beschlossen. Trotz eines Volumens von 24,1 Millionen Euro und großer Investitionen bleibt die Gemeinde schuldenfrei, muss aber tief in die Rücklagen greifen.

Kiefersfelden – Mit einem ausgeglichenen und von allen Gemeinderäten ohne Wenn und Aber akzeptierten Haushalt geht die Gemeinde in das Jahr 2026. Zuvor hatte Kämmerin Karin Stelzer das umfangreiche Zahlenwerk ausführlich den Anwesenden vorgestellt. Das Gesamtvolumen des Haushalts bezifferte sie auf 24.121.400 Euro (Vorjahr: 23.620.500 Euro), wobei auf den Verwaltungshaushalt 18.952.800 Euro (17.761.800 Euro) und auf den Vermögenshaushalt 5.168.600 Euro (5.858.700 Euro) entfallen. Um diesen Haushalt ausgeglichen zu gestalten, bedarf es einer Entnahme von 3.900.500 Euro aus den Rücklagen, die damit auf rund 6,9 Millionen Euro schrumpfen. Positiv ist, dass die Gemeinde erneut ohne Schuldenaufnahme kalkuliert.

Einnahmen und
Ausgaben im Detail

Im Einzelnen stellen sich die Einnahmen im Verwaltungshaushalt wie folgt dar: 11,892 Millionen Euro werden an Steuern und Zuweisungen erwartet, gefolgt von 6,374 Millionen Euro durch Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb.

Die Finanzeinnahmen sind mit knapp 687.000 Euro kalkuliert. Insgesamt erweisen sich Gewerbesteuer und Einkommensteuer mit jeweils knapp 4,5 Millionen Euro als größte Einnahmequelle. Bei den Ausgaben rangieren die Personalkosten mit knapp 6,632 Millionen Euro an erster Stelle, wobei davon rund 43 Prozent Betreuungskosten für die gemeindlichen Kindergärten und Horte sind.

Der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand erreicht in diesem Jahr nicht ganz 6,131 Millionen Euro, gefolgt von den sonstigen Finanzausgaben mit 5,64 Millionen Euro, wobei allein die Kreisumlage mit 5,058 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Erfreulich ist auch in diesem Jahr, dass keine Zinszahlungen zu leisten sind, da die Gemeinde schuldenfrei ist.

Fließt jedoch der Betrieb der Gemeindewerke mit ein, so ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 194 Euro. Zum Kostendeckungsfaktor führte die Kämmerin aus, dass der Fremdenverkehr in diesem Jahr eine Deckungsquote von 84 Prozent erreicht, gefolgt von den Kosten für die Kläranlage, die eine Deckung von 75 Prozent bieten.

Das sehr beliebte Freizeitbad „Innsola“ bringt es immerhin auf eine Deckungsquote von 57 Prozent, die Kostendeckung für die gemeindlichen Friedhöfe liegt bei 47 Prozent.

Die Einnahmen im Vermögenshaushalt speisen sich hauptsächlich aus der Entnahme von Rücklagen in Höhe von gut 3,9 Millionen Euro. Knapp 800.000 Euro werden aus Zuschüssen und Zuwendungen erwartet und als Ertrag aus Grundstücksverkäufen sind 300.000 Euro angesetzt.

Baumaßnahmen in kalkulierter Höhe von knapp vier Millionen Euro stehen bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt an vorderster Stelle. Weit abgeschlagen landen die Aufwendungen für Grunderwerb (605.000 Euro) und der Erwerb von Anlagevermögen (545.200 Euro) auf den Plätzen. Im Einzelnen sind bei den Baumaßnahmen die Investitionen in die Schulanlage mit 75.000 Euro veranschlagt. Die Kosten für den Neubau des Jugendcafés „ChillOut“ belaufen sich auf 520.000 Euro, für Investitionen in das Freizeitbad „Innsola“ plant die Gemeinde 220.000 Euro ein und bei der Kläranlage sind es 250.000 Euro. Im Straßenbau stehen für die Geh- und Radwegschaffung entlang der Staatsstraße 2089 1,6 Millionen Euro im Plan.

Allgemeine Straßenbaumaßnahmen, Brückenbau sowie die Straßenentwässerung in der „König-Otto-Straße“ verschlingen nochmals etwas über 500.000 Euro.

Einhellige Zustimmung
im Gemeinderat

In der sich anschließenden, sehr kurzen Diskussion attestierten die Fraktionen von Unabhängiger Wählergemeinschaft (UW), CSU, SPD und Grüne einstimmig einen fachlich sehr fundierten Vortrag, der keine Wünsche offenließ. Daher erfolgte auch das einstimmige positive Votum für den Haushalt 2026.

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