Modernes Feuerwehrgerätehaus eingeweiht

von Redaktion

Kameraden der Feuerwehr Riedering halfen in 1.850 Stunden im Ehrenamt beim Umbau

Riedering – Mit einer Feierstunde und einem Blaulichttag wurde das Feuerwehrgerätehaus in Riedering offiziell eröffnet. Das Gebäude war seit 2023 umfassend modernisiert worden, wobei die Kameraden 1850 Stunden Eigenleistung in den Umbau einbrachten. Zahlreiche Gäste waren gekommen – unter ihnen Bürger, Vertreter von Gemeinderat, Politik, regionalen und überregionalen Feuerwehren, First Respondern und Bergwacht.

1977 erbaut, brauchte das Gerätehaus eine zeitgemäße Ertüchtigung. 2007 gab es dazu erste Überlegungen, 2023 schließlich begann der Umbau. Marinus Huber, Kommandant der Feuerwehr Riedering, bedankte sich im Namen aller Kameraden bei der Verwaltung, dem Gemeinderat, der Politik sowie den Planern und Fachfirmen für die Unterstützung.

Kameraden „spenden“
230 Arbeitstage

Insbesondere dankte er seinen Kameraden, die parallel zu Beruf und Familie, ihren Schulungen, Einsätzen im Ehrenamt und dem 150. Jubiläum der Wehr im vergangenen Jahr am Umbau mitgewirkt hatten.

Bürgermeister Christoph Vodermaier dankte allen am Umbau Beteiligten und speziell den Feuerwehrlern. Die Kameraden der Feuerwehr hatten für den Umbau über 1.850 Stunden Eigenleistung erbracht – das entspricht mehr als 230 Arbeitstagen und damit fast einem ganzen Arbeitsjahr. „Die Investitionen in Höhe von 650.000 Euro sind wirtschaftlich, nachhaltig und gesellschaftlich zukunftsorientiert“, betonte Bürgermeister Vodermaier. Er dankte auch dem Freistaat, der dank der Initiative des CSU-Landtagsabgeordneten Daniel Artmann erstmals den Umbau und die Sanierung eines Feuerwehrhauses mit 40 Prozent gefördert hat. Landtagsabgeordneter Artmann zollte dem Gemeinschaftsprojekt seinen Respekt. Auch Landrat Otto Lederer würdigte das Engagement und warf einen Blick zurück in die Geschichte der Riederinger Feuerwehr. Schon bei der Gründung vor 150 Jahren hätten die Kameraden Innovationsgeist bewiesen und sich eine Feuerwehrspritze selbst gebaut. Nun habe die Mannschaft erneut innovativ und engagiert zusammengearbeitet: „Hut ab!“ Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser machte es kurz: „Das Feuerwehrgerätehaus ist wirklich eine Schau.“ Und damit sprach er den zahlreichen Gästen aus der Seele. Herzstück des neuen Gerätehauses ist das Erdgeschoss: Hier wurden die Schiebetore durch moderne, vollelektrische Sektionaltore ersetzt. Neue Sanitäranlagen und Umkleideräume für Damen und Herren wurden eingerichtet. Aus der ehemaligen Wohnung im ersten Stock ist ein Schulungsraum geworden. Teeküche und das Kommandantenbüro sind im komplett erneuerten Dachgeschoss zu finden. Im Keller sind neben der Technik und dem Speicher für die auf dem Dach installierte PV-Anlage auch Lagerräume und eine Kleiderkammer untergebracht.

Besichtigung
der neuen Räume

Die Gäste konnten das Gerätehaus besichtigen, sich an Grill und Kuchenbuffet stärken oder die Vorführungen der Feuerwehren und First Responder aus Kiefersfelden, Söllhuben, Schloßberg und Pullach verfolgen. Sie präsentierten Drohnen, Kräne und eine Drehleiter und luden zum Training an einer Reanimationspuppe ein. Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern war mit einem Infostand zur Stammzellenspende vor Ort. Für die kleinen Besucher gab es eine Hüpfburg und kleine Feuerwehrfahrzeuge. Gemeindereferent Tobias Gaiser spendete dem Neubau und den Kameraden Gottes Segen. Dem Wunsch nach einer gesunden Rückkehr von jedem Einsatz schlossen sich alle Redner an. Ebenso dem Lob Gaisers, dass die Feuerwehr im Sinne des Leitspruchs „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ ein Ort der Kameradschaft und Hilfe ist.

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