Ü60-Wohnen am Park: Endlich Baustart

von Redaktion

In Großkarolinenfeld entsteht ein Mehrgenerationen-Quartier, das Selbstständigkeit, Sicherheit und Gemeinschaft bietet. Mit dem ersten Spatenstich für das „Max-Joseph Ü60-Wohnen am Park“ startet ein 40-Millionen-Euro-Projekt, das weit mehr als eine Antwort auf eine alternde Gesellschaft ist.

Großkarolinenfeld – Der erste Spatenstich für das neue Mehrgenerationen-Quartier „Max Joseph – Ü60-Wohnen am Park“ ist am Mittwoch (18. März) erfolgt. An der Heribert-Greiner-Straße entstehen in sieben barrierefreien Gebäuden 56 Wohnungen für die Generation 60plus – vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur großzügigen Vier-Zimmer-Wohnung. Zum neuen Quartier gehören außerdem neun Wohnungen für Mitarbeiter und Familien, Gemeinschaftsräume, Praxis- und Büroräume, ein öffentliches Tagescafé sowie zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften mit 24-Stunden-Versorgung für 20 pflegebedürftige Senioren.

Moderne Wohnformen
für Senioren

„Wir möchten Wohnformen schaffen, die Eigenständigkeit, Lebensqualität und Gemeinschaft miteinander verbinden, sodass Menschen auch im Alter selbstbestimmt leben können – mit der Sicherheit, bei Bedarf Unterstützung zu erhalten“, erklären Stefan und Theresa Mayer, geschäftsführende Gesellschafter der Heimat Bayern Wohnbau GmbH.

Projekt ist
zukunftsfähig und sozial

Das Unternehmen investiert 40 Millionen Euro in das neue Quartier. Finanzpartner ist die Volksbank Raiffeisenbank. „Als regionale Bank unterstützen wir Projekte, die nachhaltigen Mehrwert für unsere Heimat schaffen“, betont Bernd Blum, Regionaldirektor Firmenkundenmanagement Rosenheim. Das Ü60-Wohnen am Park verbinde soziale Verantwortung mit wirtschaftlicher Zukunftsfähigkeit und zeige, was möglich sei, wenn regionale Stärke, verantwortungsvolle Planung und zukunftsorientiertes Denken zusammenkommen.

„Für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter benötigen wir Wohnformen, die Selbstständigkeit, Gemeinschaft und Unterstützung in Einklang bringen“, würdigt Landrat Otto Lederer das Mehrgenerationen-Quartier. „Und wir brauchen Menschen, die solche Projekte anschieben und begleiten.“

Am Anfang des Projekts stand die Vision von Theresa und Stefan Mayer, einen Ort zu schaffen, der keinen allein lässt, der persönlich, menschlich, wohnortnah und familiär ist. „Es war keine leichte Geburt“, erinnert Bürgermeister Bernd Fessler an die langwierige Bauleitplanung. Schon seit 2016 stehe ein Seniorenquartier auf der Agenda des Gemeinderates.

Die demografische Entwicklung in Bayern werde noch immer unterschätzt, so Fessler, obwohl im Jahr 2050 etwa 45 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein werden. „Genau solche Projekte brauchen wir, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten“, betont Fessler. „Moderne Wohnangebote für unsere Bürger im besten Alter – mitten im Ort und mitten im Leben.“

Die Architekten Bettina Seeger und Matthias Ullmann haben die Visionen in konkrete Pläne verwandelt und ein neues Wohnquartier entworfen, das im wahrsten Sinne Brücken in den Ort schlägt. Mit einem Teich, mit Boulebahn, Hochbeeten, Bänken zum Erholen und Ratschen, mit einer Brücke in den Park am Weiher und einem öffentlichen Café, das Gemeinschaft stiften soll.

Ressourcenschonend
und nachhaltig

„Die Gebäude werden ressourcenschonend, energieeffizient und mit nachhaltigen Materialien errichtet“, erklärt Ullmann. „In diesem Quartier trägt praktisch jedes Bauteil ein Gütesiegel.“

Die Senioren sollen hier die schönsten Jahre ihres Lebens verbringen, wünscht sich Theresa Mayer. „Und jeder, der an diesem Projekt mitwirkt, tut etwas Gutes – für die Senioren ebenso wie für unsere Gemeinschaft“, betont Stefan Mayer und richtet dabei den Blick auf die Bauleute und Handwerker, die das Projekt umsetzen.

Lebendiger Treffpunkt für
alle Generationen

Das „Max-Joseph“ soll ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen sein. Mit der Fertigstellung der Anlage wird Anfang 2028 gerechnet. Schon im Juli 2025 hat der Vertrieb der 56 barrierefreien Wohnungen für Menschen ab 60 Jahren begonnen. Entsprechend der Größen von 38 bis 120 Quadratmetern variieren die Kaufpreise zwischen 280.000 Euro und einer Million Euro. Die Einwohner der Gemeinde Großkarolinenfeld hatten ein zweimonatiges Vorkaufsrecht. Mehr als die Hälfte der Wohnungen ist bereits verkauft.

Der erste Spatenstich war mit einer feierlichen Segnung verbunden. Der katholische Pfarrer Herbert Aneder und der evangelische Pfarrer Dr. Richard Graupner spendeten dem Projekt und den Menschen, die daran mitwirken und später im „Max Joseph“ ein neues Zuhause finden, Gottes Segen.

Artikel 9 von 11