Raubling – Fastenzeit ist Theaterzeit beim „Huberwirt“ in Raubling. Die Theatergruppe des Trachtenvereins „Edelweiß“ Raubling unter der Regie von Kathrin Obermair (seit 1995) lädt wieder dazu herzlich ein. Gespielt wird „Da Lumpenhunderter“ – eine Komödie in drei Akten von Peter Landstorfer.
Ehe der Vorhang aufgeht, spielten die jungen „Blechchaos“-Musiker zünftig zur Einleitung bei der Premiere und am folgenden Sonntag auf. Im ersten Akt fragen sich die Zuschauer: Was hat es denn mit dem sogenannten „Lumpenhunderter“ auf sich? Nichts ist zu sehen von einem erwarteten Hundert-Mark-Schein. Die Handlung will es so. Die Spannung steigt. In „Schuldenberg“, einem beschaulichen Ort zwischen „Nixham“ und „Pleitlingen“ ist die Welt noch in Ordnung, so verheißt es das Theaterstück „Da Lumpenhunderter“.
Alle Dorfbewohner (in den Theaterrollen Sepp Kirchhuber junior, Peter Voit, Anna Fichtmeier, Andrea Bauer, Klaus Eberhard, Veronika Blabsreiter, Sebastian Land, Raphael Csirits und Thomas Krapf) leben vertrauensvoll zusammen und lassen sich offensichtlich nichts zuschulden kommen. Es herrscht vermeintlich ein harmonisches Miteinander, ehe plötzlich ein Hunderter auftaucht. Die Dorfmoral bröckelt, der Geldschein wird für allerhand Lumpereien genutzt, daher der Name Lumpenhunderter.
„Es riecht förmlich nach Lumpereien“, ist von den Darstellern zu hören und die Handlung nimmt so richtig Fahrt auf. Jeder hat Schulden zu begleichen, wie der „Großbauer Gwappinger“, dessen Rolle dem Sixn (Voit) Peter wie auf den Leib geschneidert ist. Er hat auch immer wieder Witze auf Lager, die beim Publikum mit großem Gelächter ankommen. „Wenn’s Nacht wird in unserm Dorf“, kündigt der „Fürstliche Kaminkehrer“ (Thomas Krapf) geheimnisvoll an, worauf eine ebenso geheimnisvolle Szene mit einem unbekannt bleiben wollenden „Dorfbewohner“ im „Separée“ folgt. Überhaupt kein Verständnis hatte die „Bürgermeisterin“, als ihre bessere Ehehälfte, der „Bürgermeister“ (Klaus Eberhard) nach „Schnaxlbach“ müsste. Es sei ja lediglich eine „Feuerwehrübung“, rechtfertigte sich dieser nicht besonders überzeugend. Begeisterter Beifall als „Viehhändlerin“ (Anna Fichtmeier), „Bürgermeisterin“ (Andrea Bauer) und „Frau Landrat“ (Veronika Blabsreiter) singend vor das Publikum traten, wobei sie über ihre Männer herzogen. „Liaba zwoa Ring unta de Aug´n, ois oana am Finga“, war dabei zu hören.
Der Lumpenhunderter kam im Laufe des Abends immer mehr in Umlauf – und wie die Geschichte dann ausgeht, gibt es wieder am Samstag, 28. März, und Sonntag, 29. März, jeweils um 19.30 Uhr beim „Huberwirt“ zu sehen.
Trachtenvorsitzender Anderl Obermair senior bedankte sich beim Publikum für den Besuch und bat um Werbung für die nächsten Aufführungen. Der lang anhaltende Beifall aus den Zuschauerreihen war bester Beweis für die bestens gelungene Premiere. ru