„Lachen und Lebensfreude bleiben unvergessen“

von Redaktion

Nachruf Über 1.000 Trauernde nehmen Abschied von Manuel Schnell

Söchtenau – Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer wurde der plötzliche Tod von Manuel Schnell bis weit über die Region hinaus aufgenommen. Im Alter von nur 34 Jahren wurde er durch ein tragisches Unglück aus dem Leben gerissen. Manuel wurde als erster Sohn von Sepp und Evelyn Schnell geboren.

Er wuchs gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Marius im elterlichen Landmaschinenbetrieb auf und war schon als kleiner Junge meistens in der Werkstatt anzutreffen. Die Begeisterung für Technik begleitete ihn von klein auf. Bereits mit zwölf Jahren bastelte er seine eigenen Lautsprecherboxen und war da bereits als DJ tätig.

Nach seiner Schulausbildung verbrachte er ein Jahr im Landtechnik-Internat. Anschließend absolvierte er seine Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker bei der Firma Freilinger in Obing. Nach erfolgreichem Abschluss sammelte er weitere Erfahrung während eines Fremdjahres bei der Firma Schoma Landtechnik in Soyen. Nach bestandener Meisterprüfung kehrte er in den elterlichen Betrieb zurück.

Im Jahr 2020 übernahm Manuel Schnell den Landmaschinenbetrieb von seinem Vater und führte ihn mit großem Einsatz, Fachwissen und viel Freude weiter. Besonders wichtig war ihm der menschliche Umgang im Betrieb. Sein Leitspruch war, das größte Kapital einer Firma sind die eigenen Mitarbeiter und zu diesen pflegte er stets ein freundschaftliches und respektvolles Verhältnis.

Doch so sehr er seinen Beruf liebte, das Wichtigste in seinem Leben war ihm seine Familie. Im Jahr 2009 lernte er seine Andrea kennen und lieben. 2010 wurde ihre Tochter Anna geboren, 2015 ihr Sohn Philipp. Die standesamtliche Trauung folgte im Jahr 2022 und die kirchliche Trauung im Sommer 2025. Gemeinsame Urlaube mit dem Wohnwagen, Ausflüge in die Berge, Skifahren oder Mountainbiken bedeuteten ihm sehr viel. Große Freude bereitete ihm auch die Zeit mit seinen Kindern – wenn er zum Beispiel seine Tochter Anna als Prinzessin bei der Kinder- und Jugendprinzengarde in Bad Endorf begleitete oder mit seinem Sohn Philipp zu Spielen der Sechziger ins Grünwalder Stadion fuhr.

Neben Beruf und Familie hatte Manuel viele Leidenschaften. Als DJ „Johnny Joker“ war er unter anderem in Festzelten, der OneBar Rosenheim, in vielen Diskotheken oder beim Vorsilvester in Kufstein ein viel gebuchter Stimmungsmacher. Auch der Modellbau faszinierte ihn – mit viel Geduld baute er Modellflugzeuge und Modellhubschrauber, mit denen er begeistert zum Fliegen ging.

Im gesellschaftlichen Leben seiner Heimatgemeinde war Manuel ebenfalls fest verankert. Er engagierte sich ehrenamtlich als Skilehrer beim Sportverein Söchtenau-Krottenmühl, trug maßgeblich dazu bei, dass dort die Alte-Herren-Fußballmannschaft wieder auflebte und war beim Rasenmäher-Faschingszug als Ansager bekannt. Unvergessen bleiben auch seine Auftritte beim stets ausverkauften Söchtenauer Schlagerstadl, bei denen er als Andreas Gabalier das Publikum begeisterte.

Manuel war ein echter Menschenfänger. Mit seiner offenen Art verstand er es, andere mitzureißen und zu begeistern. Wo er war, wurde gelacht. Dabei begegnete er jedem Menschen mit demselben Respekt – ganz gleich, ob großer Firmenchef oder Lehrling. Wie viele Menschen er berührt hatte, zeigte sich bei seiner Beerdigung. Über 1.000 Trauernde nahmen Abschied. Bewegende Worte fanden Vertreter der BALEG-Einkaufsgemeinschaft, des Sportvereins Söchtenau-Krottenmühl sowie die Belegschaft der Firma Schnell Landtechnik.

Mit Manuel Schnell verliert die Familie einen liebevollen Ehemann und liebenden Vater, die Firma einen hervorragenden Chef, die Gemeinde einen engagierten Bürger und viele einen treuen Freund. Sein Lachen, seine Begeisterungsfähigkeit und seine Lebensfreude werden unvergessen bleiben.

Seine Frau Andrea und die Kinder Anna und Philipp bedanken sich an dieser Stelle von Herzen für die große Hilfsbereitschaft und Unterstützung, die ihnen in der schweren Zeit entgegengebracht wird. Es ist für sie sehr tröstlich, zu wissen, dass sie nicht alleine sind.

Norbert Zehrer

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