Verhängnisvoller Unfall bei Vogtareuth

von Redaktion

Mann (24) schwerst und Frau (22) leicht verletzt – „Crashrettung“ nötig – Opfer außer Lebensgefahr

Vogtareuth – Der Einsatz wird den Rettungskräften noch lange in Erinnerung bleiben. Am Dienstag, 24. März, gegen 22.30 Uhr war es, als eine 22-Jährige auf der Staatsstraße 2359 auf dem Weg nach Wasserburg unterwegs war. Zur gleichen Zeit wollte ein Rosenheimer (24) von der Kreisstraße RO35 auf die Staatsstraße abbiegen. Er missachtete laut Polizei die Vorfahrt und krachte in das Auto der 22-Jährigen.

Ins Rosenheimer
Klinikum geflogen

„Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw der 22-Jährigen von der Fahrbahn in den angrenzenden Graben geschleudert. Das andere Fahrzeug kam noch auf der Straße zum Stillstand“, sagt Polizeihauptkommissar Robert Maurer. Der 24-Jährige musste schwerstverletzt mit dem Rettungshubschrauber in das Rosenheimer Romed-Klinikum geflogen werden. Die 22-Jährige wurde durch den Unfall leicht verletzt und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus nach Wasserburg gebracht. „Sie stand natürlich unter Schock“, sagt Kreisbrandrat Richard Schrank.

Deutlich schlimmer habe es um den 24-Jährigen gestanden. „Er war im Fahrzeug eingeklemmt. Eine Crashrettung war notwendig, da sein Zustand nicht besonders gut gewesen war“, erklärt Schrank. Heißt: Er musste extrem schnell, ohne zeitaufwendige Stabilisierung, aus dem Auto geborgen werden. „Uns ist es gelungen, den 24-Jährigen innerhalb weniger Minuten aus dem Wagen zu befreien und an den Rettungsdienst zu übergeben“, sagt Schrank. Es sei immer eine medizinische Abwägung. Ist der Patient stabil, wird das Fahrzeug vorsichtig geöffnet. Scheiben werden entfernt, das Fahrzeug Stück für Stück zerlegt. „Ziel ist es, für den Patienten kein weiteres Risiko einzugehen“, sagt Schrank. Weil man am Dienstagabend (24. März) aber eben keine Zeit hatte, musste alles ganz schnell gehen. Nachdem die beiden Autofahrer medizinisch versorgt waren, habe man sich um die Unfallstelle gekümmert. „Die hat sich auf eine Länge von 40 Metern verteilt“, sagt Schrank. Er spricht von Glasscherben und Resten von Betriebsstoffen, die aufgrund des Zusammenstoßes ausgelaufen waren. Während die Aufräumarbeiten liefen, gaben Polizei und Staatsanwalt ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag. „Die Fahrzeuge wurden ebenfalls sichergestellt“, sagt Hauptkommissar Robert Maurer.

Bei dem 24-Jährigen wurde eine Blutentnahme angeordnet, der Atemalkoholtest bei der 22-Jährigen ergab 0,0 Promille. „Ein Atemalkoholtest ist freiwillig und schließt eine Beeinflussung von Alkohol gleich zu Beginn aus“, erklärt Maurer. Den entstandenen Schaden an den beiden Fahrzeugen schätzt er auf über 10.000 Euro.

„Bei der Strecke handelt es sich derzeit noch um keinen Unfallschwerpunkt“, erklärt der Polizist. Die Erhebung erfolge in einem Drei-Jahres-Rhythmus, der noch nicht abgeschlossen ist. „Wenn dieser Unfall nun in den neuen Abruf der Statistik einfließen würde, so wird es ein Unfallschwerpunkt werden“, erklärt er. Bereits im Oktober 2025 kam es auf der Strecke zu einem Unfall. Allerdings ohne Verletzte.

Über 65 Kräfte
vor Ort im Einsatz

Die Polizei war mit zwei Streifen vor Ort, die Feuerwehr mit insgesamt 65 Einsatzkräften aus Vogtareuth, Zaisering und Griesstätt. „Ersten medizinischen Aussagen zufolge besteht bei dem 24-Jährigen keine Lebensgefahr mehr“, sagt Maurer. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die Folgen könnten eine Geldstrafe oder aber eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren sein.

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