Großkarolinenfeld – Der Theaterverein Großkarolinenfeld hält auch in dieser Saison ein Schmankerl für die Freunde des Theaters bereit. Mit der Komödie „D’Elli vo da Mühl’ – Antik is in“ nimmt sich der Theaterverein im Jubiläumsjahr selbst aufs Korn.
Nach vier Jahrzehnten Theaterbetrieb hat sich doch so einiges an Erfahrungen, Begebenheiten und Vorkommnissen angesammelt. Die Besucher erwartet eine pfiffige, spritzige Komödie um das Geschehen vor, neben und hinter den Kulissen einer illustren Theatergemeinschaft.
Theaterer beweisen
Sinn für Selbstironie
Wann wird im Kino oft am meisten gelacht? Genau! Wenn Auszüge aus dem „Making of“ als Nachspann eingespielt werden. Und genau darauf dürfen sich die Besucher freuen. Unter der Federführung von Regisseur Roman „Biwi“ Hörfurter, der die Anekdoten der zurückliegenden Jahre zu Papier gebracht und in ein Theaterstück umgesetzt hat, beweisen die Theaterer Sinn für Humor und Mut zur Selbstironie.
Worum geht’s? Eine mehr oder weniger erfolgreiche Theatergruppe präsentiert zum 40. Mal das selbst geschriebene Theaterstück ihres Regisseurs Paul Dichter. Um dem Stück beziehungsweise dem Jubiläum zum Erfolg zu verhelfen, hat sich Theatermanager Didi eine besondere Aktion einfallen lassen. Schon während der Vorbereitungshandlungen zur abendlichen Aufführung sieht sich das Ensemble mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert. Vor allem das Nervenkostüm von Theaterdirektor Werner von Glanz ist mehr als angekratzt. Zumal er gemeinsam mit seinem Kassier Walter den Überblick über den nicht unbedingt erfreulichen Kassenstand hat.
Die abendliche Jubiläumsvorstellung nimmt ihren Lauf, eher ihren Gang oder besser gesagt – einen bemerkenswerten Verlauf. Zwar sind die Damen in der Maske der Meinung: „Mei, für des, dass des erst die 40. Aufführung war, war des scho a enorme Steigerung“. Dennoch ist die Stimmung im Ensemble etwas talwärts gerichtet.
Das Ensemble ist sich einig, dass sich etwas ändern muss. Ein anspruchsvolles Stück soll her.
Paul Dichter hat für diesen Ansatz zunächst wenig Verständnis. In einem Zwiegespräch mit Didi lässt er sich dann aber doch überzeugen. Die Verantwortlichen einigen sich also auf das vielgeforderte „anspruchsvolle“ Theaterstück.
Leider sieht der Regisseur im Kreis seiner Darsteller nicht jeden und jede als „die ideale Besetzung“. Die rettende Idee: ein Casting. Wer daran teilnimmt und wer die begehrten Rollen in dem unglaublich anspruchsvollen Stück zugesprochen bekommt, wollen wir hier nicht verraten.
Der Weg zum Erfolg ist ein steiniger. Das erfahren alle Beteiligten. Aber auch die folgende Weisheit hat ihre Berechtigung: „Auf Regen folgt Sonnenschein“. Natürlich darf auch die Liebe nicht zu kurz kommen. Großes „Aber“: Wo die Liebe ist, ist erfahrungsgemäß auch die Eifersucht nicht weit. Wer mit wem und wieso und warum – die Antworten auf diese und andere Fragen gibt’s im Theater.
Das vielköpfige, generationenübergreifende Ensemble erweckt 30 Charaktere zum Bühnen-Leben. Die beiden jüngsten „Damen“ sind elf Jahre jung, der Senior des Ensembles blickt auf 75 Jahre Lebenserfahrung zurück.
Bühnenstars
von elf bis 75 Jahren
Es spielen Petra Utz, Richard Jegg, Leni Härter, Sofia Blank, Korbinian Huber, Lukas Schrank, Laura Maetzold, Andi Petz, Ludwig Lechert, Robert Jegg, Laura Schrank, Hans Hafer, Ramona Härter, Christine Jegg, Christian Hittmann, Irmi Huber, Eva Schrank, Nadine Lobnig, Astrid Pobel, Jutta Himmelstoß, Markus Fischbacher, Johanna Buchner, Regine Baumann, Steffen Weiss, Hannah Hinkel, Michi Jegg, Ossi Härter, Felix Hörfurter, Wolfgang Himmelstoß.
Premiere ist am Ostersonntag.