Pflanzen, pflegen, ernten – gemeinsam erfolgreich über alle Generationen

von Redaktion

Gemeinschaftsgartenanlage in Fröschental ist Vorzeigeprojekt des Obst- und Gartenbauvereins Neubeuern

Neubeuern – Die rund 80 Gäste der Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins spiegelten die Gemeindebevölkerung wider: Junge und ältere Mitbürger und Vereinsvertreter zeigten sich angetan von den Aktivitäten im Jahreskreislauf.

Auf 140 Jahre Geschichte kann der Verein zurückblicken, wird seit über 30 Jahren von Anderl Perret geführt. Einsatz, fachliche Anerkennung, verlässliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde oder auch der Schulverwaltung und den Kindergärten zeichnet die Arbeit Perrets aus, so zweiter Bürgermeister Wolfgang Sattelberger. Aber auch seine umsichtige Vereinsführung, die Einbindung von Mitgliedern, Kollegen und viele Kontakte prägen die Arbeit.

Baumschneidekurs, Veredelungskurse, Gemeinsamkeiten mit dem Nachbarverein Nußdorf, Bauernmarkt, Radi-Essen, Ferienprogramm, Geburtstagsbäume, 140-Jahr-Feier mit Ehrungen, Zusammenarbeit mit den Imkern, listete Maria Schneebichler in einem umfangreichen Rechenschaftsbericht auf. Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die Pflege des Biotops am Hepfengraben. Eine grüne Oase in der Wohnsiedlung.

Das Gemeindegeschenk eines Baums zur Geburt entwickelt sich zu einer imposanten Gartenanlage zwischen Beurer-Halle und Kindergarten. Eltern, die keinen geeigneten Platz haben, können dort „ihren“ Baum pflanzen. Perret hat auf das Areal einen prüfenden Blick und eine helfende Hand beim richtigen Schnitt.

Von einem ausgeglichenen Kassenstand konnte Christian Pichler berichten. Dazu trug auch der Erlös aus dem Verkauf von selbst gepresstem Apfelsaft beim Bauernmarkt bei. Das Saftpressen ist bei den Mitgliedern eine Aktion, die gern gesehen wird, weil man auch selbst Hand anlegen kann.

Das passt zu dem Prinzip, das der Verein seit langer Zeit verfolgt: Interesse vermitteln, Grundlagen erlernen, und dann selbst ausführen. Dies beginnt für den Verein bereits in frühen Jahren. So bindet der Verein Kinder beim Ferienprogramm ein. Es werden Nistkästen gebaut, Fledermaushäuser, Bienen- und Insektenwohnungen gezimmert, Pflanzbeete angelegt, Gartenarbeit und -pflege gezeigt. Aber auch die Verwertung und der Genuss bei einer Brotzeit wird anschaulich vermittelt.

Im Kindergarten wurde ein Weidentunnel angelegt, auch eine Gartenanlage mit den verschiedensten Gewächsen. Im Schulbereich entstanden grüne Ecken und Beete. „Interesse wecken soll unser Ziel sein“, so Perret.

Die Ausführungen des Abends wurden belegt durch eine umfangreiche Fotopräsentation. So auch der Bericht von Martin Schmid über die Gartenbauvereinigung in Fröschental. Durch einen geringen Mitgliedsbeitrag kann man sich anschließen oder/und sich durch aktive Mitarbeit in der Feld- und Gartenarbeit einbringen. Ein Versuch, der mit einem kleinen Freundeskreis begann, entwickelt sich zu einem großen Gemeinschaftskreis.

Aus anfänglichen kleinen Beeten und Hochbeeten, um auch älteren Beteiligten gerecht zu werden, hat sich nun eine Anlage mit rund 15.000 Quadratmetern entwickelt, auf der man ganzjährig gefordert ist. Heuer neu: 500 Quadratmeter im Folientunnel. Nachhaltig aus Schafwolle. Die Bodenbearbeitung erfolgt schonend mit Kleingeräten, eine abwechselnde Felderbewirtschaftung ist gesichert. Eingebunden dabei die Kinder, die spielerisch lernen, den Wert von frischem Gemüse und Obst zu erfahren. stw

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