Eggstätt – In einer Sondersitzung sprachen sich die Gemeinderäte nach einer umfassenden Information durch Christian Schwander vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) mit nur einer Gegenstimme dafür aus, dem PV beizutreten. Der Beitritt muss noch auf der PV-Verbandsversammlung im Juni bestätigt werden.
Dienstleister in Händen
der Gemeinden
Eine Woche zuvor hatte Schwander dem Gemeinderat die Aktivitäten des PV vorgestellt. Der PV zeichne sich als „Dienstleister in kommunaler Hand und unabhängig von privatwirtschaftlichen und politischen Interessen“ aus, unterstrich Schwander. Beratungen in Fragen der Ortsplanung, das Erarbeiten von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, städtebauliche Untersuchungen, Landschaftsplanung und Verkehrskonzepte gehören zum Portfolio des Verbandes.
Schwander führte mehrere Beispiele auf, bei denen sich der PV eingebracht hatte. So habe der PV beispielsweise mehrere Varianten, wie neuer Wohnraum in dem bestehenden Siedlungsgebiet zur verträglichen Nachverdichtung geschaffen werden kann, für die Gemeinde Buch am Buchrain erarbeitet und in Abstimmung mit dem Gemeinderat bewertet. In Tuntenhausen habe der PV maßgeblich bei der Aktualisierung des fast 25 Jahre alten Landschaftsplans mitgewirkt.
Schwander sagte weiter, dass der PV auch bei Beteiligungsprozessen, Wettbewerben und Vergabeverfahren unterstütze sowie Analysen und Prognosen erstelle. Als Beispiel führte er die Stadt Dorfen an, die Wohnungen im Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm (KommWFP) an der Stelle des alten Gemeindehauses errichten will. Hier hat der PV einen Ideenwettbewerb (VgV-Verfahren) ausgelobt. Der Stadtrat habe anschließend den Auftrag an den Siegerentwurf vergeben.
Schneller ans Ziel
ohne große Belastung
Bei einer Mitgliedschaft ist eine jährliche Umlage von 0,46 Euro pro Einwohner zu zahlen, die erbrachten Leistungen werden stundenweise abgerechnet, fügte Schwander noch hinzu. Mit einer Mitgliedschaft könne Eggstätt schneller ans Ziel kommen und Ressourcen in der Gemeinde schonen, befand Bürgermeister Christoph Kraus (FBE). Basierend auf dem breit gefächerten Leistungskatalog und der großen Erfahrung des PV stehe auch das Bauamt einer Mitgliedschaft positiv gegenüber.
Aus dem Ratsgremium wurde überwiegend Zustimmung zu dem Vorhaben geäußert. Mit einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat dem Beitritt zum PV zu.