Kiefersfelden – Seit Oktober 2024 ist die König-Otto-Kapelle wie auch das steile Gelände, auf dem sie steht, aus Sicherheitsgründen für den Besucherverkehr geschlossen.
Grund sind die bei einer im Jahr 2023 durchgeführten Inspektion festgestellten Schäden und es wird befürchtet, dass Brüstungs- und Mauerteile herabfallen und Besucher gefährden könnten. Auch durch die Lage der Kapelle direkt am Steilhang des Thierbergs sind witterungsbedingt erhebliche Schäden wie Verformungen, Absenkungen und Ausspülungen des Fugenmörtels am Bauwerk entstanden.
Die Untersuchungen führten deshalb zu der Entscheidung, dass eine umfangreiche Mauerwerksinstandsetzung erforderlich ist. Außerdem soll im Rahmen der Sanierung ein Entwässerungs- und Abdichtungskonzept erstellt werden. Was sich allerdings schon abzeichnet: Die Sanierung dürfte mit großem, auch finanziellem Aufwand verbunden sein.
Dies liegt vor allem an der Lage der Kirche. So müsste im Zuge der Sanierung ein passgenaues Entwässerungs- und Abdichtungskonzept erstellt werden, um die Kirche vor einem weiteren Wassereintrag zu schützen. Zudem ist eine umfangreiche Mauerwerksinstandsetzung mit Austausch der stark geschädigten Mauerwerkteile im Sockelbauwerk nötig sowie eine dauerhafte messtechnische Überwachung, um auf neuerliche Verformungen frühzeitig reagieren zu können.
Im Frühjahr sollen die umfangreichen Voruntersuchungen, die aktuell noch voll im Gange sind, abgeschlossen werden. Dann folgt in einem nächsten Schritt die detaillierte Feststellung des genauen Sanierungsumfangs, sofern die dafür benötigten Mittel vom Freistaat Bayern bereitgestellt werden.
Für die Gemeinde nach langer Zeit des Wartens ein Lichtblick, „denn wir wissen jetzt, dass endlich etwas passiert“, so ein Mitarbeiter des Bauamts.